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SPEZIAL (11.11.2016)

  


Acht Jahre ohne Skandale, ohne Affären, ohne Absetzungs-Hearings. Nur personifizierte Klasse und Würde. Ich werde diese Bewohner des Weißen Hauses vermissen.


Hallo, liebe Freunde...

Mir ist klar, dass es Menschen gibt, die anders denken als ich. Und ich mache mich darauf gefasst, dass ein paar von Euch mir schreiben werden, ich müsste mehr Toleranz walten lassen. Aber bevor Ihr das tut, macht doch bitte Folgendes:

  • Studiert 20 typische Trump-Anhänger.
  • Studiert 20 typische Obama- oder Clinton-Getreue.
  • Überprüft, so wissenschaftlich wie Ihr halt könnt, deren Bildungsstand und Intelligenz.
  • Fragt alle 40 nach ihren höchsten Werten im Leben.
Wenn Ihr dann immer noch findet, man müsste Trump erst mal eine Chance geben, dürft Ihr Euch vom Power-Letter verabschieden. Wenn es geht, leise und diskret, denn dass Ihr Lärm machen könnt, weiß ich bereits.

Es wird zwar die Betroffenen kaum interessieren, aber hier ist mein Vergleich der Jahre 1933 und 2016. Einen Zusammenhang werden vermutlich nur diejenigen erkennen können, die lesen und denken können.


1933

Den Deutschen geht es nicht gut. Sie haben immer noch unter den Folgen des Ersten Weltkrieges zu leiden, aber viele scheinen vergessen zu haben, dass sie zu einem großen Teil selbst schuld sind an ihrem Elend.

Das Land ist tief gespalten; ein Bürgerkrieg droht. Der altersschwache Reichspräsident Hindenburg lässt sich nach mehreren missglückten Regierungsumbildungen von rechtsextremen Intriganten wie seinem Sohn Oskar und dem früheren Reichskanzler Franz von Papen dazu überreden, Hitler zum Reichskanzler zu ernennen, denn eine mehrheitsfähige Regierung ist ohne die NSDAP zu diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich. Der amtierende Kanzler, der gemäßigte Kurt von Schleicher, tritt zurück, vermutlich nicht zuletzt wegen gesundheitlicher Probleme.

Hindenburg hat sich seit 1931 von Wutbürgern unter Druck setzen lassen. Mit Eingaben und Unterschriftenlisten will man ihn dazu bringen, Hitler zum Kanzler zu ernennen. Hindenburgs frühere Verdienste sind in Vergessenheit geraten, und er hat seinem Ruf durch kleinere Skandälchen, die von den Gegnern mit Leidenschaft aufgebauscht werden, geschadet.

Dass Hitler niemals auch nur in die Nähe einer Machtposition hätte kommen dürfen, hätte jeder wissen können, denn Hitlers Buch "Mein Kampf" ist seit 1926 erhältlich. "Der meint das nicht so", ist der Tenor vieler Menschen. Oder wenn sie Englisch gesprochen hätten, wäre das Ganze als "Locker Room Talk" durchgegangen. "Wenn er einmal an der Macht ist, wird er sich präsidial benehmen," sind weitere Argumente. Und "er schafft Arbeitsplätze und baut Autobahnen. Seid doch froh!" verkünden andere. "Wartet erst mal die ersten 100 Tage ab!" skandieren die Ahnungslosen.

Und das sind Hitlers erste 100 Tage:
  • 30.1.1933
    Ernennung zum Reichskanzler

     
  • 1.2.1933
    Hitler löst den Reichstag auf

     
  • 27.2.1933
    Der Reichstag brennt (angeblich "der Beginn des kommunistischen Aufstandes", vermutlich von Hitler selbst inszeniert)

     
  • 28.2.1933
    Der altersschwache und unbeliebte Reichspräsident Hindenburg erlässt auf Drängen Hitlers die "Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutze des Deutschen Volkes"
    Hitler sagt dazu: "Es gibt jetzt kein Erbarmen; wer sich uns in den Weg stellt, wird niedergemacht. Das deutsche Volk wird für Milde kein Verständnis haben. Jeder kommunistische Funktionär wird erschossen, wo er angetroffen wird. Die kommunistischen Abgeordneten müssen noch in dieser Nacht aufgehängt werden. Alles ist festzusetzen, was mit den Kommunisten im Bunde steht. Auch gegen Sozialdemokraten und Reichsbanner gibt es jetzt keine Schonung mehr."
    Zahlreiche politische Gegner werden verhaftet und in Konzentrationslager gebracht.

     
  • 5.3.1933
    Der Reichstag wird neu gewählt. Die NSDAP legt stark zu, erreicht aber noch nicht die absolute Mehrheit.

     
  • 24.3.1933
    Der neue Reichstag verabschiedet das Ermächtigungsgesetz, das dem Bruch der Verfassung Tür und Tor öffnet. 
Das waren die ersten 100 Tage. Und so ging's weiter:
  • 17.5.1933
    Letzte Sitzung des Reichstags. Dann wird er aufgelöst.

     
  • 12.11.1933
    Das deutsche Volk stimmt über den Austritt aus dem Völkerbund ab und wählt den neuen Reichstag. Zugelassen ist nur noch eine nationalsozialistisch dominierte Einheitsliste.

     
  • 2.8.1934
    Hindenburg stirbt. Sein politisches Vermächtnis wird von seinem Sohn Oskar zurückgehalten. Hitler verkündet später, es sei der Wille Hindenburgs gewesen, dass die Ämter von Reichspräsident und Reichskanzler in ihm, dem Führer, vereint würden. Hitler ist alleiniger Diktator. Der Rest ist Geschichte.

2016

Ein großer Teil des amerikanischen Volkes ist unzufrieden. Unnötige Kriege haben ihr nationales Defizit in astronomische Sphären katapultiert und die Wirtschaft geschwächt. Die Bildungsausgaben sind gekürzt worden; wer studieren will, muss sich tief verschulden.
Viele haben vergessen, dass sie durch die seinerzeitige Wahl von George W. Bush eine Mitschuld tragen. Von Barack Obama, in den viele große Hoffnungen gesetzt haben, hat sich herausgestellt, dass er nicht der Messias ist, der alle Sünden vergibt und macht, dass alles wieder so ist wie früher. Dass es so etwas wie die digitale Revolution gibt, mit der die Arbeitswelt auf der ganzen Welt zu kämpfen hat, und an der auch Politiker nichts ändern können, merken die wenigsten.
  • 16.6.2015
    Der bereits mehrmals bankrott gegangene Immobilien-Tycoon Donald Trump, der nachgewiesenermaßen etliche Handwerker nicht bezahlt und Studenten seiner "Trump University" schamlos übers Ohr gehauen hat, kündigt seine Präsidentschaftskandidatur an. Nur wenige Amerikaner glauben, dass der mehrfach geschiedene Organisator von Miss-Wahlen nominiert wird.

     
  • Ab 2011 war Trump ins politische Rampenlicht gerückt, weil er monatelang Barack Obama piesackte mit der Behauptung, dieser sei nicht in den USA geboren.
     
  • Sommer 2015
    Trump äußert sich abschätzig über Latinos: "Sie sind Mörder, Vergewaltiger, und ich nehme an, einige sind auch nette Leute." Der Skandal ist rasch vergessen, und Trumps Anhängerschaft wächst. Wie die Wirtschaft ohne die Billigkräfte aus dem Süden aussehen würde, dazu fehlt den meisten die Vorstellungskraft.
    Sein Versprechen, er werde eine Mauer gegen Mexiko bauen, und die Mexikaner müssten sie bezahlen, scheint vielen zu gefallen.
    Trump lästert in der Folge über Behinderte, über Eltern von Kriegshelden, über Frauen, und auch bei seinen politischen Gegnern kennt er keine Gürtellinie.
    Weiter fordert er eine Registrierung und Ausschaffung aller Muslime im Land.

     
  • Die Presse, sämtliche Intellektuellen weltweit und die meisten Prominenten sind empört und hoffen, dass der Spuk bald vorbei sei.
    Wer sich in Psychologie auskennt, braucht nicht sehr lange, um bei Trump eine massive narzißtische Persönlichkeitsstörung zu diagnostizieren. Solche Störungen sind therapieresistent, und so ist es ziemlich naiv, wenn man erwartet, dass so einer "sich dann schon zu benehmen weiß, wenn er im Amt ist".

     
  • Juli 2016
    Trump wird am Republikanischen Parteitag wider Erwarten zum Präsidentschaftskandidaten nominiert.

     
  • September/Oktober 2016
    In den drei Fernsehdebatten zwischen Trump und Clinton ist Trump stets der Unterlegene. Wenn er nach konkreten Plänen seiner Politik gefragt wird, versteht er es immer, das Thema auf die Großartigkeit seiner Person oder irgendwelche aufgebauschten Skandale um Hillary Clinton zu lenken. 
    Das kurz vor der zweiten Debatte ausgestrahlte Video, in dem Trump sich brüstet, als Prominenter Frauen ungestraft angrapschen zu dürfen, scheint ihn nur kurz zu schädigen. Dann werden wieder die Möchtegern-Skandale um Hillary Clinton wichtiger, die von den versteckt frauenfeindlichen Republikanern seit Jahren konstruiert worden sind. Auch die notorischen und dank Video-Aufnahmen leicht belegbaren Lügen Trumps scheinen von vielen U.S.-Bürgern nicht wahrgenommen zu werden. Oder sie sehen es ihm nach, weil er reich ist, männlich und weiß.

     
  • 9.11.2016
    Am Morgen nach der Wahl steht es fest: Die Mehrheit der Amerikaner haben zwar ihre Stimme Hillary Clinton gegeben, aber durch das traditionelle Wahlsystem mit dem Electoral College ist Trump der 45. Präsident der Vereinigten Staaten. 
    Eine Änderung wäre nur noch möglich, wenn mehrere der gewählten Wahlmänner am 19. Dezember zu sogenannten "unfaithful electorates" würden und wider Erwarten für Hillary Clinton stimmten.

     
  • 9.11.2016
    Donald Trump gibt sich bei der "Acceptance Speech" zum ersten Mal versöhnlich und fordert die Amerikaner, die er fast anderthalb Jahre lang zur Entzweiung und zum Kampf gegeneinander angestachelt hat, auf, sich jetzt zu vereinen. 
    Trump-Gegner nehmen ihm diesen Wunsch nicht ab, respektive sie deuten ihn als Versuch, die Trump-Gegner zum Schweigen zu bringen. Wenn Trump das gelänge, was Barack Obama nicht geschafft hat, nämlich das gespaltene Land zu einen, hätte er Recht gehabt mit der Behauptung, nur er allein könne Amerika retten.

     
  • 10.11.2016
    Zahlreiche Posts in den sozialen Medien rufen dazu auf, man solle doch erst mal die ersten 100 Tage von Trumps Regierungszeit abwarten; vielleicht sei er ja gar nicht so schlecht wie man meine.

    (Fortsetzung folgt)

Als Sofortmaßnahme brechen Nany und ich unsere Zelte in Amerika (auch die temporären, die wir nach dem Mai dieses Jahres noch behalten haben) erst einmal ab. Und so fällt auch das geplante Schreibseminar vom Oktober 2017 ins Wasser. Wenn die Forderung unserer deutschen Freunde in L.A. umgesetzt wird und sich Kalifornien, Oregon und Washington State zur neuen Nation Pacifica vereinen und von den USA abspalten, sind wir wieder dabei. Die Florida-Urlauber können sich dann weiter mit Trump herumplagen ;-)
 


Das wär's für heute...

Einige von Euch baten mich, etwas zu den US-Wahlen zu sagen. Das habe ich hiermit getan. Der nächste reguläre Power-Letter folgt bald.



Herzlich, Euer



 


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