Naturheilkunde Methoden

Naturheilkunde Methoden


Das ABC der Naturheilkunde

Ein Methoden-Verzeichnis von Naturheilkunde und Komplementär-Medizin sowie HPZs Vision “Medizin 3000”

 


Integrative Medizin heißt: Es wird alles getan, was dem Patienten hilft, egal, ob die Resultate wissenschaftlich erwiesen sind oder nicht. Denn Hand aufs Herz: Wenn Sie von einer tödlichen Krankheit geheilt werden, ist es Ihnen doch so egal wie nur etwas, ob das aufgrund eines Placebos oder aufgrund eines “echten” Medikaments geschehen ist, das 100 Doppel-Blindstudien hinter sich hat. Und wenn Sie zusätzlich zu einer Chemotherapie noch Ayurveda, Bio-Energetik und Hydro-Colon-Therapie angewandt haben und gesund geworden sind, dann kann es zwar durchaus sein, dass Sie eines davon nicht gebraucht hätten. Aber ist es Ihnen dann wirklich wichtig zu wissen, welches? Oder sind Sie nicht schlicht und einfach froh, dass die Integration, das Zusammenspiel all dieser Therapieformen Ihnen geholfen hat? Ein alter Grundsatz, den mittlerweile auch die meisten eingefleischten Schulmediziner unterschreiben, lautet: Bei akuten Fällen die Schulmedizin, bei chronischen Problemen die Naturheilkunde. Ich finde diesen Grundsatz nicht besonders gut, weil er einmal mehr trennt und außerdem den Therapeuten davon entbindet, ganzheitlich zu denken.

Meine Vision “Medizin 3000” sieht ungefähr so aus: Ein Mensch, der unter chronischen Beschwerden leidet, geht zuerst zu einem hervorragenden Diagnostiker. Ein hervorragender Diagnostiker ist in meinen Augen nicht jemand, der sämtliche Krankheitsbilder auswendig kennt und nicht Ruhe gibt, bis er den Patienten in eine ganz bestimmte “Krankheits-Schublade” gesteckt hat. Ein Spitzen-Diagnostiker zeichnet sich dadurch aus, dass er über die “Ursachen hinter den Ursachen” Bescheid weiß und das Unterbewusstsein des Patienten bei der Diagnose mit einbezieht. Nach dem heutigen Stand der Dinge müsste dieser Mensch also zusätzlich zu seinem Anatomie- und Pathologie-Wissen die Kinesiologie oder die Hypnose beherrschen. Eine Kostprobe davon, was der Diagnostiker so alles abfragen könnte, finden Sie auf der Checkliste für ideomotorische Abfrage. Der Diagnostiker ist dann gleichzeitig der “Koordinator” des Heilungs-Prozesses. Er leitet den Patienten zu verschiedenen Therapeuten und kontrolliert den Heilungsverlauf. Der Patient wird erst dann aus der Behandlung entlassen, wenn sämtliche Symptome beseitigt sind und die ideomotorische oder kinesiologische Abfrage keine weiteren Probleme aufzeigen. Außerdem sollte der Patient wissen, ob er etwas in seiner Lebensführung verändern sollte, damit diese Störung nicht wieder auftritt.

Das Wichtigste am ganzheitlichen Ansatz ist die Weltsicht des Therapeuten. Zur Illustration ein Vergleich zwischen holistischem und nicht-holistischem Denken:

Der Nicht-Holistiker sucht hinter einer Krankheit keine tieferen Ursachen. In seinen Augen ist die Natur wieder mal ausgerastet, und es gilt, sie mit Chemikalien, Bestrahlungs-Therapie oder chirurgischen Eingriffen zu korrigieren. In einer Welt, in der der Zufall regiert. gibt es kein Prinzip von Ursache und Wirkung. Es kann jeden jederzeit treffen. Der Holistiker dagegen erkennt die Natur als vollkommen an. Für ihn gibt es keine Zufälle. Die Seele des Menschen ist unsterblich. Die Krankheit ist ein wichtiges Signal, um die Seele auf Kurskorrekturen oder nicht verheilte emotionale Wunden aufmerksam zu machen. Natürlich stehen auch beim holistischen Therapeuten die lebensrettenden Sofortmaßnahmen an erster Stelle. Dann aber beginnt seine eigentliche Arbeit:

  1. Die tieferen Ursachen ergründen.
  2. Dafür sorgen, dass der Patient daraus lernt und ähnliche Situationen in der Zukunft vermeiden kann.
Hier ist die Schulmedizin unschlagbar!

Die Schulmedizin kann wesentlich mehr als nur akute Fälle behandeln. Mit Hochachtung betrachte ich beispielsweise das Können von Wiederherstellungs-Chirurgen, die einem Menschen mit Verbrennungen dritten Grades wieder ein Gesicht hinzaubern, mit dem es sich weiterleben lässt. Genauso viel Respekt verdienen die Ärzte in Notfall-Aufnahmen, die nach Unfällen oftmals nur wenige Sekunden Zeit haben, um eine Diagnose zu stellen und einen lebensrettenden Entscheid zu fällen. Nehmen Sie einen weiteren Fall: Sie brechen sich beim Skifahren ein Bein. Möchten Sie dann mit einem Psychoanalytiker darüber sprechen, wie das passieren konnte und wie sehr Sie sich seelisch verletzt fühlen, oder möchten Sie erst einmal, dass der Schulmediziner dafür sorgt, dass der Knochen wieder richtig zusammenwächst?

Und vergessen sollten wir auch nicht die Pharma-Industrie. Ihr ist es beispielsweise zu verdanken, dass eine Lungen-Entzündung oder eine Blutvergiftung heute nicht mehr den Tod bedeuten. So sehr es in den letzten Jahren schick geworden ist, die “Pharma-Lobby” zu bekämpfen (immer dran denken: was man bekämpft, wird größer!), so sehr wird wahrscheinlich jeder von uns das Antibiotikum dem Akupunkteur vorziehen, wenn wir mit einer akuten Pneumonie darnieder liegen.

Das waren nur drei Beispiele. Ihnen fallen bestimmt noch Hunderte weiterer Beispiele ein, wo Sie froh waren, dass es die Schulmedizin gibt.

Hier sollte mit ganzheitlichen Ansätzen gearbeitet werden

All diese Errungenschaften sollten uns jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass unsere Schulmedizin in den meisten Fällen eine “Feuerwehr”-Medizin ist. Das heißt, die Menschen kommen zum Schulmediziner, wenn es bereits brennt. So liegt es auf der Hand, dass unser ganzes schulmedizinisches System darauf ausgerichtet ist, die einzelnen Brand-Herde und Brand-Arten zu katalogisieren (das nennen sie dann Pathologie) und zu lernen, wie man sie am wirksamsten bekämpft.

WARUM das Feuer ausgebrochen ist, WER daran beteiligt war und wie man solche Brände in Zukunft VERHINDERN kann, hat den Schulmediziner wenig zu interessieren.

Dennoch treffe ich immer mehr Ärzte an, die für sich einen ganzheitlichen Ansatz wählen. Das Interessante daran: Ihre Praxen sind gerammelt voll und sie können sich kaum wehren vor Patienten. Der Konsument scheint sich heutzutage nicht mehr mit dem alten Ärzte-Ritual “Nehmen-Sie-das-und-kommen-Sie-in-14-Tagen-wieder” abspeisen zu lassen. Mehr und mehr Patienten fordern eine eingehende und gründliche Diagnose und spüren intuitiv, wenn der Arzt sich dafür zu wenig Zeit nimmt. Das größte Problem dabei: Unsere Krankenkassen bezahlen dem Arzt keine ausführlichen Diagnosen! Doch davon später…

Ein Blick auf zwei amerikanische Studien mag den Trend verdeutlichen: 1993 berichtete das “New England Journal of Medicine”, dass einer von drei Amerikanern im letzten Jahr eine Alternativ-Therapie in Anspruch genommen hatte. Gesamtkosten 13,7 Milliarden Dollar! 1998 war dieser Betrag gemäß dem “Journal of the American Medical Association” bereits auf 21 Milliarden angestiegen. Und den größten Teil davon hatten die Amerikaner aus eigener Tasche bezahlt!

Schön wär’s, wenn wir es den alten Chinesen gleichtun könnten. Sie sollen ihre Ärzte bezahlt haben, solange jeder in der Familie gesund blieb. Aber, wie mein Freund Walter sagt: “Hat es ihnen was gebracht? Wo sind denn die alten Chinesen heute?” 😉

Plädoyer für ein liberales Gesundheitswesen

Wir in der Schweiz haben es gut. Unser Gesundheitswesen kann man glaube ich als sehr liberal bezeichnen. Naturheilkundige, die mit guten Absichten und im Rahmen ihrer Kompetenzen arbeiten, werden toleriert und in vielen Fällen auch von Schulmedizinern empfohlen.

In Deutschland gibt es die Heilpraktiker-Prüfung, die in erster Linie sicherstellen soll, dass der Naturheilkundler “keine Gefahr für die Volksgesundheit” darstellt. Hat ein Mensch diese Prüfung bestanden, darf er fast alles, was der Arzt auch darf, außer beispielsweise Krebs therapieren und Genitalien untersuchen.

In Österreich ist man erstaunlicherweise am stursten. Erstaunlicherweise deshalb, weil ich nur wenige sture Österreicher kenne. Die sitzen offenbar alle in Wien und ruhen sich auf ihren Titeln aus 😉 Spaß beiseite: In Österreich gibt es eine starke Ärzte-Lobby, die der Meinung ist, man könne nicht einem Menschen nach einer Schnellbleiche die gleichen Kompetenzen erteilen wie jemandem, der 16 Semester studiert hat. Das trifft auf hochkomplexe Gebiete wie zum Beispiel die Gehirnchirurgie durchaus zu. Aber ich habe noch nie einen Naturheilkundler getroffen, der sich anmaßen wollte, nach einer Schnellbleiche gehirnchirurgisch tätig zu werden 😉 Meine Meinung ist die: Für die Chirurgie und viele andere medizinische Spezialgebiete sind 16 Semester Studium mehr als angebracht, aber nicht zum Kurieren eines hohen Blutdrucks oder einer Colitis. In vielen solchen Fällen scheint das schulmedizinische Wissen sogar ein Hindernis zu sein. Ich will hier nur einen Fall schildern:

Eine Frau mit Morbus Crohn verschlang seit Jahren Unmengen von Cortison. Ein Arzt hatte ihr die fantastische Suggestion eingepflanzt “Sie müssen mit Ihrer Krankheit leben.” Gottseidank ignorierte sie diese stumpfsinnige Aussage und konsultierte einen ganzheitlich denkenden Internisten. In der ideomotorischen Abfrage wurde eine strukturelle Komponente deutlich. Der Therapeut führte eine Balancing Session nach Touch for Health durch und verwies sie an einen Wirbelsäulen-Therapeuten. Nach drei Monaten setzte der Internist das Cortison ab, und die Frau ist seither beschwerdefrei.

Ich möchte nochmals betonen: Ich plädiere hier nicht gegen die Schulmedizin, sondern lediglich gegen sture und nicht-ganzheitlich denkende Therapeuten. Ich habe in den letzten Jahren hervorragende Schulmediziner kennen gelernt, mit denen ich täglich zusammenarbeite und vor deren Wissen und Können ich mich tief verneige.

Warum unser Krankenkassen-System nicht funktionieren kann

Bevor ich zum Schluss komme und Sie endlich mein ABC der Naturheilkunde studieren dürfen, möchte ich noch etwas sagen zu unserem Krankenkassen-System. Es kann nicht funktionieren! Und wissen Sie warum? Weil jeder, der an diesem System teilnimmt, von ihm profitieren will! Diese Rechnung kann niemals aufgehen. Ein System, in dem jeder möglichst viel nehmen und möglichst wenig geben will, bricht früher oder später zusammen.

Ich bezahle jeden Monat über 600 Franken für meine Privat-Krankenversicherung. Das sind im Jahr über 6000 Franken. Bezahlt hat mir die Kasse in den letzten Jahren vielleicht Arztrechnungen im Gesamtbetrag von 200 Franken. Soll ich deshalb meine Police auf das Minimum reduzieren? Nein, natürlich nicht! Eine Versicherung ist dazu da, dass man sie nie braucht! Und sie funktioniert nur dann, wenn viele sie nicht in Anspruch nehmen. Oder was glauben Sie, woher das viele Geld herkommt für all die armen Menschen, die alle paar Monate im Krankenhaus liegen? Seit ich mir das bewusst gemacht habe, zahle ich die meisten Arztrechnungen selbst und betrachte meine Krankenkassen-Prämie als eine wohltätige Spende. Sagen Sie also bitte nicht, unser Gesundheitswesen sei wegen den Kassen dermaßen kaputt; das liegt einzig und allein an uns Konsumenten!

Und wenn wir das einmal alle begriffen haben, dann haben die Kassen auch wieder genügend Geld, um dem Arzt eine ausführliche Diagnose zu bezahlen. Wie soll er sauber diagnostizieren können, wenn die Kasse ihm pro Patient höchstens zehn Minuten zubilligt!

Abschließend hilft vielleicht dieser Satz eines befreundeten Arztes, den Verhältnis-Blödsinn deutlicher zu machen: Wir geben sehr viel Geld aus, um uns selbst krank zu machen. Nur das Gesundwerden sollte möglichst nichts kosten!”

 

Naturheilkunde Methoden

 

Naturheilkunde-Methoden – das ABC der Naturheilkunde


 

A

 

Aderlass

Öffnung einer Vene zur Blutentnahme (früher 500 bis 800 ml). Anwendung z.B. bei beginnendem Lungenödem, aber auch zur allgemeinen Blut-Auffrischung und Entgiftung.AkupressurForm der chinesischen Massage, bei der Druck auf Akupunktur-Punkte ausgeübt wird (siehe auch Akupunktur)

Akupunktur

Aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (siehe auch TCM) stammende Methode, bei der an anatomisch genau lokalisierten Punkten Nadeln unterschiedlich tief eingestochen werden. Zweck: Energetische Blockaden beseitigen, Meridiane mit Unterfunktion tonisieren (anregen), Meridiane mit Überfunktion sedieren (beruhigen).Akupunkt-Massage (APM)Meridian-Massage, in der Regel mit Unterstützung eines Massage-Stäbchens und eines Vibrationsgeräts (siehe auch TCM)

Alexander-Technik

Die Alexander-Technik ist eine pädagogische Methode, die die kausale Beziehung zwischen Denken und Bewegung untersucht. Ziel ist es, gewohnheitsmäßige Denkmuster so zu verändern, dass die natürliche Funktionsweise des Organismus nicht länger gestört wird. Das methodische Vorgehen ist an der wissenschaftlichen Methode orientiert und besteht stark vereinfacht aus:

  1. der Analyse einer Aktivität,
  2. dem Entwerfen eines besseren Planes zur Ausführung der Aktivität, unter Berücksichtigung der Koordination des Körpers,
  3. dem erneuten Ausführen der Aktivität unter Anwendung des neuen Planes.

Ein wichtiges methodisches Mittel ist die Demonstration einer guten Koordination. Diese wird dadurch erreicht, dass der Lehrer mit den Händen direkt Veränderungen in der Koordination des Schülers bewirkt. Ein häufiger Effekt der Methode ist eine deutliche Reduktion von Verspannungen und damit einhergehenden harmonischeren Bewegungen sowie ein erhöhtes allgemeines Wohlbefinden. Die Methode wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von Frederick Matthias Alexander (1869-1955) entwickelt und gilt als Vorläufer ähnlicher Methoden wie beispielsweise Feldenkrais.

Anthroposophische Medizin

Der Name kommt aus dem Griechischen Antropos = Mensch, Sophia = Weisheit und bezeichnet eine medizinische Richtung, die auf den Lehren von Dr. Rudolf Steiner (1861-1925) basiert. Unter anderem waren seine Ideen auch Grundlagen für die Waldorfpädagogik, die Heilpädagogik und die biologisch-dynamische Landwirtschaft. Basis der anthroposophischen Medizin sind die vier “Wesensglieder” des Menschen:

  1. Physischer Leib
  2. Äther-, Lebens- oder Bildekräfteleib
  3. Astralleib
  4. Das Ich.

Im Menschen gibt es eine bestimmte Kraft, die ihn über jedes Tier erhebt. Steiner nennt diese das “Ich”. Das menschliche Dasein beginnt nicht mit der Geburt und endet nicht mit dem Tod, sondern das “Ich” des Menschen kehrt aus dem Jenseits wieder auf die Erde zurück, um neue Erfahrungen zu sammeln und bereits erlebte weiterzugeben. Der Mensch ist ein Mischwesen aus Materie und Geist. Anthroposophen verwenden als Medikamente ausschließlich homöopathisch zubereitete Heilmittel. Ausser medikamentöser Behandlung umfasst die anthroposophische Therapie zahlreiche künstlerische und physikalische Behandlungsarten.

Aromatherapie

Therapeutische Anwendung ätherischer Öle. Die Verabreichung erfolgt durch orale Einnahme, Bäder, Massagen, Wickel oder Inhalation. Ziel ist die Optimierung der Selbstheilungskräfte. Stimmungsbeeinflussende und endokrine Wirkungen sind nachgewiesen.

Atemtherapie

Physiotherapeutisches Verfahren zur Belüftung aller Lungenabschnitte. Anwendung zur Prophylaxe, aber auch bei bronchopulmonalen Erkrankungen sowie Deformierungen der Wirbelsäule.

Augen-Diagnostik (auch Iris-Diagnostik)

Untersuchung der Iris (Regenbogenhaut) mit der Absicht, aus deren Form, Farbe, Dichtigkeit und Zeichen sowie der Pupille und den Leder- und Bindehäuten Hinweise auf Krankheiten zu finden. Von Skeptikern wird oft bemängelt, dass selbst vergangene und verheilte Krankheiten auf der Iris ihre Spuren hinterlassen.

Aura-Soma-Therapie

Kombination aus Aroma-, Edelstein- und Farbtherapie. Auftragung von farbigen Flüssigkeiten auf die Haut, in denen pflanzliche Extrakte und Edelsteine eine Wirkung ausüben sollen.

Aura-Massage

Entspringt den Praktiken der Geistheilung bzw. des Heilmagnetismus und geht davon aus, dass der Mensch von einer unsichtbaren Aura umgeben wird, deren “Massage” korrigierende Wirkungen auf den Körper hat.

Aurikulo-Therapie

Vom französischen Arzt Paul Nogier entwickeltes, eigenständiges Diagnose- und Therapie-Konzept, aus der Ohr-Akupunktur abgeleitet. Anwendungen: Akute und chronische Schmerzen, Rheuma, Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts und der Atemwege, Süchte.

Autogenes Training

Durch J.H. Schulz aus der Hypnose entwickeltes Verfahren der Selbst-Entspannung durch Konzentration auf autosuggestive Formeln. Anwendung: Prophylaxe und psycho-vegetative Störungen, Asthma bronchiale, Verstopfung, Schlafstörungen, Sexualtherapie, Unterstützung bei Psychosen.Autosanguis-StufentherapieKombination von Homöopathie und Eigenblut-Therapie.

Ayurveda

(Aus dem Sanskrit: Ayur = langes Leben; Veda = Wissen) Aus dem Nordwesten Indiens stammende Wissenschaft, die helfen soll, das Leben in seiner Ganzheit zu verstehen. In Indien neben der westlichen Schulmedizin die am meisten verbreitete Lehre. Riesiges und relativ komplexes Gebiet, das als Therapieformen unter anderem die ayurvedische Massage, die ayurvedische Ernährungsberatung und ayurvedische Heilmittel (Kräuter und Gewürze) kennt.
Wichtiger Bestandteil sind die somatischen Doshas (eine Art “Körper-Typ”) “Vata”, “Pitta” und “Kapha”. Jeder Mensch ist einem dieser drei Doshas zuzuordnen und allein dadurch schon unterschiedlich zu therapieren.

 

B

 

Bachblüten-Therapie

Basiert auf den Erkenntnissen des walisischen Arztes Edward Bach (1886-1936)
Behandlung von 38 Seelenzuständen mit potenzierten und verdünnten Blütenmitteln (ähnlich wie Homöopathie). Soll gemäß Bach auch bei körperlichen Krankheiten wirken, da er Krankheit primär als Resultat von Konflikten zwischen “Höherem Selbst” und “Persönlichkeit” sieht.

Baunscheidtieren

Karl Baunscheidt (1809-1873) entdeckte dieses Verfahren, als er eine Linderung seiner geschwollenen Handgelenke durch Mückenstiche erfuhr. Seine Beobachtung veranlasste ihn dazu, solche Stiche nachzuahmen, um einen Heilungserfolg zu erzielen. Er konstruierte ein Gerät, den “Lebenswecker”: Ein Federmechanismus schießt ein Feld feiner Stahlnadeln in die oberen Hautschichten. Anschließend wird ein hautreizendes Öl auf die so behandelten Hautpartien aufgetragen. Die Auswahl des Öls richtet sich nach der Diagnose. Durch diese Reizung wird eine verstärkte Ausscheidung von Abfallprodukten des Körpers erreicht, sowie eine Anregung der inneren Organe über die Reflexzonen der Haut.
Von der Schulmedizin vor allem wegen Infektionsgefahr abgelehnt.
Bewegungs-TherapieBehandlung durch allgemeine und gezielte körperliche Aktivität. Wird auch Krankengymnastik genannt.Bicom-TherapieBioresonanz-Therapie mit dem Bicom-Gerät nach Franz Morell (siehe auch Bioresonanz)Bindegewebs-MassageForm der Reflexzonen-Massage, bei der Druck- und Zugreize auf das subkutane Bindegewebe ausgeübt werden. Soll dadurch auch innere Organe beeinflussen.

Bio-Energetik

Die Bioenergetik ist eine Form der Psychotherapie, die über spezielle Übungen heilsame psychische Prozesse in Gang setzen soll. Sie ist für Menschen gedacht, die durch Körperarbeit seelische Verletzungen und belastende Erlebnisse verarbeiten wollen. Doch auch Menschen, die lediglich etwas für ihr Körpergefühl tun oder Stress abbauen wollen, können von der Bioenergetik profitieren.
Begründer der Bioenergetik ist der amerikanische Arzt und Psychotherapeut Alexander Lowen (geb. 1910), ein Schüler des Psychoanalytikers Wilhelm Reich. Bioenergetische Übungen sollen helfen, “mit sich selbst in Kontakt zu kommen” und zunächst für die körperlichen Verspannungen (“Panzerungen”), dann aber auch für die dahinterstehenden Verhaltensweisen ein Gespür zu entwickeln.
Am Anfang einer Bioenergetik-Sitzung wird fast immer eine “Grounding”-Übung ausgeführt. Mit dem englischen Begriff ist gemeint: festen Kontakt zum Boden haben, geerdet sein. Das Grounding ist das grundlegende der insgesamt sechs Elemente bioenergetischer Körperarbeit.

Biofeedback

Beim Biofeedback werden Körperfunktionen, die normalerweise unbewusst ablaufen (Muskelspannung, Herzfrequenz, Durchblutung) mit geeigneten Geräten gemessen und dem Patienten “rückgemeldet”. Durch die audiovisuelle Rückmeldung (= feedback) werden physiologische Funktionen der Wahrnehmung zugänglich gemacht und unter willentliche Kontrolle gebracht.
Im Verlauf einer Behandlung gelingt es immer besser, die durch Biofeedback erworbenen Fertigkeiten auch ohne Gerät anzuwenden. Es ist somit ein Lernen von Körperwahrnehmung, Selbstkontrolle und Selbstheilung.
Erste Ansätze wurden in den 30er Jahren dieses Jahrhunderts gemacht, doch erst die technische Entwicklung in den letzten Jahren machte eine Weiterentwicklung möglich. Bei diesen computerunterstützten Geräten (Computer Aided Biofeedback = CAB) können gleichzeitig über mehrere Module folgende Parameter abgeleitet werden: GSR (Hautleitfähigkeit), EMG (Elektromyographie), EEG (Elektroenzephalographie), Hauttemperatur, Pulsfrequenz, Pulsamplitude sowie Atemexkursionen über Thorax und Abdomen.
Biofeedback ist eine wissenschaftlich anerkannte Methode am Schnittpunkt von Medizin und Psychologie und wird erfolgreich angewandt bei Erkrankungen, die mit einem gesteigerten Muskeltonus (Spannungskopfschmerz, Tortiscollis) oder einem erhöhten Erregungsniveau einhergehen (Bluthochdruck, Angststörungen, Psychosomatosen), aber auch im Bereich Neurologie und Rehabilitation (Lähmungen, Inkontinenz) sowie beim Leistungssport.

Bioresonanz

Seit Jahrtausenden ist in der chinesischen Medizin bekannt, dass unser Leben von Energien abhängig ist, die wir mit unseren bewussten Sinnen nicht erfassen können. Dieser Hypothese haben sich in unserem Jahrhundert viele namhafte Wissenschaftler angenommen und sie mit den Möglichkeiten moderner Technik erforscht.
1923 schloss der russische Forscher Alexander Gurwitsch aus Experimenten mit Zwiebelkeimen, dass diese sich durch Aussendung von UV-Licht gegenseitig im Wachstum beeinflussen. 1975 wies der deutsche Physiker Dr. Fritz-Albert Popp Lichtaussendungen (Photonen) aus lebenden Zellen nach. Leben hat also offensichtlich viel mit Schwingungen zu tun.
Derartige Erkenntnisse führten zur Entwicklung der Bioresonanz-Therapie. Begründer des Verfahrens war 1977 der deutsche Arzt Dr. Franz Morell. Der Ausgangspunkt: Jeder Mensch besitzt ein individuelles Schwingungsspektrum, das therapeutisch genutzt werden kann. In einem elektronischen Gerät (z.B. Mora-Gerät, Bicom) sollen über Elektroden körpereigene Schwingungen erfasst und modifiziert werden. Krankhaft veränderte Signale werden dann “invers” (spiegelverkehrt) über Elektroden zurück an den Patienten geschickt. So sollen die kranken Schwingungen neutralisiert werden, und der Körper kann selbst zurück zur Gesundheit finden. Bei der Bioresonanztherapie liegt der Schwerpunkt in der Therapie, sie wird aber auch diagnostisch genutzt, vorwiegend bei der Allergietestung.

Biochemie nach Schüssler

Der deutsche Arzt und Homöopath Dr. Wilhelm Schüssler (geb. 1821) entwickelte diese Therapieform, die er anfangs “Abgekürzte Homöopathie” nannte. Zu seiner Zeit war schon eine große Zahl homöopathischer Mittel bekannt. Nach langen Studien der Körperchemie isolierte Schüssler zwölf Mineralsalze, die für das Funktionieren einer gesunden Zelle unverzichtbar seien. Er ging davon aus, dass Ursache aller Krankheit in einer fehlerhaften Menge der einzelnen Stoffe zu finden ist.

Biodynamische Psychologie

Wurde von der norwegischen Psychologin Gerda Boyesen begründet und ist eine Form der von Wilhelm Reich entwickelten Körper-Psychotherapie.
Ein wichtiger Teil der biodynamischen Behandlung besteht aus speziellen Massagen, die auf allen Ebenen des Körpers und auch auf dem energetischen Körper, der Aura, körperliche und emotionale Verspannung aufspüren und sie zu lösen helfen. Gerda Boyesens wohl bekannteste Entdeckung in diesem Zusammenhang ist die Funktion des Verdauungstraktes, der Peristaltik, zur Verarbeitung von seelischem Stress, von ihr daher Psychoperistaltik genannt.
Emotionale Spannung kann sich nicht nur im Gefühlsausdruck wie Weinen und Schreien entladen, sondern auch durch ein sanftes Hinausfließen und im wahrsten Sinne des Wortes “Verdautwerden” durch das Verdauungssystem. Die Töne der Peristaltik werden deshalb häufig in der biodynamischen Behandlung durch ein auf dem Bauch liegendes Stethoskop abgehört und geben eine Art Feedback, das eine gezielte Behandlung und ein Schmelzen der festgefahrenen neurotischen Muster von Körper und Seele ermöglicht. Gerda Boyesen ist der Überzeugung, dass auf diese Weise eine vollständige Auflösung der Neurose möglich ist, ohne dass unbedingt die Ursache der Störung erkannt und bewusst werden muss.

Bioelektronik nach Vincent

Dieses Früherkennungsverfahren nach Vincent misst auf elektronischem Wege drei verschiedene Zustände der Körpersäfte Blut, Urin und Speichel. Ziel der Methode ist es zu erkennen, ob eine besondere Anfälligkeit besteht, oder ob bereits ein Befall durch Viren und Bakterien stattgefunden hat. Aus den Befunden werden in erster Linie ernährungstherapeutische Konsequenzen gezogen. Die Bioelektronik nach Vincent wird auch zur Untersuchung von Trinkwasser und Lebensmitteln herangezogen, um deren Qualität zu überprüfen.

Blutegel-Therapie

Die Verwendung des Blutegels (dieser Ringelwurm lebt in ruhigen Teichen und Sümpfen) in der Medizin ist uralt. Beim fast schmerzlosen Biss durch den Blutegel geraten verschiedene Stoffe in den menschlichen Körper, die entzündungshemmend, antibakteriell und gerinnungshemmend wirken. Zudem regen verschiedene Bakterienstämme das Immunsystem an. Ein Nachbluten der Bissstelle kann bis zu zehn Stunden dauern, wodurch die umgebende Haut und das Lymphsystem genügend Möglichkeiten haben, Abfallprodukte und Schlacken auszuscheiden.

Brain Gym

Brain Gym ist die Basis der vom amerikanischen Sonderschulpädagogen Dr. Paul Dennison entwickelten EDU Kinesiologie. Der Schwerpunkt dieser Methode liegt in der Integration der beiden Gehirnhälften. Mit Brain-Gym kann man durch eine Reihe einfacher Bewegungsübungen Denk- und Lernblockaden auflösen.Gezielt eingesetzte Bewegungen und Berührungen können brach liegende Potentiale und Fähigkeiten aktivieren und verfügbar machen.

 

C

 

Chakra-Therapie

Der Begriff Chakra kommt aus dem Sanskrit und bedeutet Kreis oder Rad. Als Bezeichnung für die feinstofflichen Energiezentren des Menschen, die nur von einigen wenigen Sensitiven wahrgenommen werden können und von diesen als sich drehende Räder aus Licht beschrieben werden, wird er erstmals in den altindischen Upanishaden verwendet. Aufgrund ihrer Ähnlichkeit mit einer Blüte wurden die Chakren in Indien später auch “Lotusblüten” genannt.
Es gibt sieben Hauptchakren auf der Körpervorderseite, die körperlich jeweils mit einer endokrinen Drüse verbunden sind und deren Funktion sie mit beeinflussen. Daneben existieren eine ganze Reihe von Nebenchakren.
Die Chakren können durch verschiedene Faktoren beeinflusst werden, unter anderem mit Lichttherapie, Musik oder Aura-Massage.

Chiropraktik

Bei der Chiropraktik werden spezielle Handgrifftechniken an den Gelenken der Gliedmaßen oder an der Wirbelsäule durchgeführt, um funktionelle Störungen an den Gelenken (Blockaden) zu erkennen und zu behandeln.

Colon-Massage

(Colon = Grimmdarm, Hauptanteil des Dickdarms)
Spezial-Massage, bei der fünf Punkte des Dickdarms mit im Uhrzeigersinn kreisenden Bewegungen atemsynchron in Richtung After massiert werden.
Anwendung bei Darmträgheit, Obstipation und Meteorismus.
Die Colon-Massage nach Vogler und Kraus wirkt nicht nur auf die Peristaltik des Dickdarmes, sondern über die Reflexzonen auch auf den vegetativen Tonus anderer Organe ein. So können z.B. eine Anregung der Magensaftproduktion oder eine Normalisierung des Blutdrucks und des Pulses erreicht werden.

Cranio-Sakral-Therapie

Wird zur Osteopathie gerechnet (siehe auch Osteopathie). In der Cranio-Sakral-Therapie versucht der Therapeut, durch Abtasten des Schädels das Pulsieren der Hirn- und Rückenmarksflüssigkeit wahrzunehmen. Aus den Ergebnissen werden Rückschlüsse auf Verspannungen im Gewebe geschlossen. Kaum wahrnehmbare Druckbewegungen in Schädel- und Beckenbereich sollen danach Krankheitsursachen beseitigen helfen.

 

D

 

Dauerbrause

Zählt zur Hydrotherapie und den Ausleitungsverfahren. Der liegende Patient wird von einem heißen Brausestrahl abgeduscht, der sich von den Füssen aufwärts bewegt. Ziel ist eine Entgiftung des Körpers über die Ausscheidungsfunktionen der Haut. Diese sanfte Therapie hat Erfolge bei Angina Pectoris, Migräne, Asthma und Verstopfung zu verzeichnen.

Deep Draining

Das Deep Draining umfasst jene Biodynamischen Massagen, die in ihrer kombinierten Anwendung wie eine Psychoanalyse des Körpers wirken. Es wird angestrebt, Abwehrstrukturen des Körpers aufzuspüren, zu lösen und die unterliegende Brisanz der vegetativen Selbstregulierung zuzuführen.

Dunkelfeld-Mikroskopie

(Blut-Diagnostik nach Prof. Dr. G. Enderlein)
Die Dunkelfeld-Mikroskopie ist eine ganzheitliche Blut-Untersuchnung unter einem Spezial-Mikroskop. Sie gibt Auskunft über das “innere Milieu” z.B. Übersäuerung oder Stauungen. Ferner kann die Funktionfähigkeit der Blutzellen erkannt werden. Störungen durch Toxine (z.B. Schwermetalle) werden sichtbar und entsprechende weitere diagnostische Massnahmen können veranlasst werden.
Die Untersuchung des Blutes nach Prof. Dr. G. Enderlein (1872-1968) im Dunkelfeld ermöglicht die Beobachtung von im lebendem Blut vorkommenden Mikroorganismen. Nach Enderlein sind diese Mikroorganismen Vorstufen von Bakterien und Pilzen.
Zur Untersuchung wird lediglich ein Tropfen Blut aus dem Finger oder Ohr benötigt. Die Beobachtung des Blutes unter dem Mikroskop über Stunden und Tage, ergibt Aufschluss über den Zustand des Immunsystems, Zellresistenz, Degenerationsneigung und Neigung zu Tumorbildung.
Folgendes lässt sichtbar machen: Dysbiose, Säure-Base-Verschiebung, Übereiweißung, Lactatüberschuss, Spurenelementmangel, Mineralstoffmangel, Belastung mit Umweltgiften.

Dorn-Methode

Der bayrische Landwirt und Sägewerksbetreiber Dieter Dorn aus Lautrach hat als Nicht-Mediziner eine sanfte Behandlungs-Methode entwickelt, die bei vielen Rücken- und Gelenkproblemen sofort hilft. Zur Anwendung dieser manuellen Methode werden keine Medikamente oder Geräte benötigt, sondern nur die Hände. Ausserdem ist die Methode so einfach, dass sie fast jeder Mensch an einem Wochenende lernen kann.

 

E

 

Edelstein-Therapie

Grundgedanke dieser Therapieform ist, dass es drei Reiche gibt: Das Mineralreich, das Pflanzenreich und das Tierreich. Diese Teilaspekte stehen miteinander in Verbindung. Die körperliche und geistige Entwicklung des Menschen sind abhängig vom natürlichen Kontakt mit dem Mineralreich, in dem man jeder Sorte bestimmte Schwingungen und damit Wirkungen zuordnet. Bringt der Therapeut den Patienten mit den richtigen Schwingungen, also dem richtigen Stein zusammen, will er damit eine Harmonisierung der Körperschwingungen erreichen. Die Edelsteine werden an bestimmten Punkten des Körpers aufgelegt oder ständig getragen (siehe auch Chakra-Therapie).

Eigenblut-Therapie

Zur Eigenbluttherapie entnimmt der Therapeut dem Patienten Blut aus der Vene und injiziert es ihm wieder, entweder in die Haut (intracutan), unter die Haut (subcutan) oder in den Muskel (intramuskulär). Vor der Injektion kann das Blut durch verschiedene Methoden aufbereitet werden; es können ihm aber auch bestimmte Medikamente oder Ozon hinzugefügt werden (siehe auch Ozon-Therapie)

Eigenharn-Therapie

Wie auch bei der Eigenbluttherapie liefert hier der Körper mit seinem Urin die Heilsubstanzen. Eigenharn kann in Kuren getrunken werden, wobei man hauptsächlich den Morgenurin nimmt. In anderen Therapieformen wird der Urin unverdünnt oder homöopathisch aufbereitet gespritzt. Ebenso sind äussere Anwendungen als Bäder, Einreibungen oder Wickel möglich. In Indien, wo die Benutzung des Eigenharns in vielen Bereichen der Medizin schon sehr alt ist, gibt es heute über 100 Urin-Kliniken, in denen erfolgreich behandelt wird.Elektro-AkupunkturWeiterentwicklung der Akupunktur. Kann bedeuten, dass normale Akupunkturnadeln zusätzlich an ein Gerät angeschlossen werden, das niederfrequente Wechselströme aussendet. Kann aber auch heißen, dass ganz auf Nadeln verzichtet wird und die Akupunktur-Punkte lediglich mit Elektroden gereizt werden.
Verschiedene Experten vertreten die Meinung, dass man in der Akupunktur heutzutage auf das Traumatisieren durch Nadeln verzichten sollte, weil es genau so gute Verfahren der sanfteren Sorte gebe. Ein gutes Beispiel dafür ist der 4-K-Stab von Warnke, eine Kombination von Elektropunktur, Farb-Therapie und Laser-Therapie.

Elektro-Akupunktur nach Voll (EAV)

Das Verfahren wird sowohl zur Diagnose als auch Therapie eingesetzt. Da die klassische Akupunktur in das Energiesystem des Menschen eingreift und dabei messbare elektrische Veränderungen hervorruft, lag der Schluss nahe, direkt mit elektrischem Strom zu arbeiten. Bei der verbreiteten “Elektroakupunktur nach Voll (EAV)”, benannt nach dem Begründer Dr. R. Voll, wird Strom durch Elektroden über die Haut in den Körper geleitet. Dies geschieht mit so geringen Stromstärken, dass sie absolut ungefährlich für den Menschen sind. Durch die Verbindung von klassischer Akupunktur und moderner Technik hat sich die Möglichkeit ergeben, dass Stoffe verschiedenster Art (Umweltgifte, Medikamente, Allergien auslösende Stoffe) auf ihre Wirkung untersucht werden können, ohne dass der Patient direkt mit ihnen in Berührung kommen muss. Hierzu wird das zu testende Mittel in den Stromkreislauf eingefügt. So kann der Therapeut vorher feststellen, ob ein Mittel schädigende oder heilende Wirkung hat.
Die sowjetische Raumfahrt hat dieses Verfahren verfeinert und daraus das PROGNOS-System entwickelt. Der EAV wird von einigen Therapeuten vorgeworfen, dass die Messspitze zu spitz und die Ströme zu stark seien, so dass eine Messung gleichzeitig therapeutisch wirke. Diesem Umstand versucht PROGNOS mit einer stumpfen Messsonde, sehr geringen Messströmen und einem ausgeklügelten Mittelungsverfahren gerecht zu werden.

Elektro-Therapie

Der Mensch ist ohne die natürlichen elektrischen Ströme, die ihn durchfließen, nicht lebensfähig. Durch Reizung über elektromagnetische Energie versucht man, Krankheiten zu beeinflussen. Zur Elektrotherapie zählen unter anderem die Galvanisationstherapie, die Ultraschalltherapie, die Schwellstrombehandlung und die Niederfrequenztherapie. Esalen-MassageEsalen-Massage wurde vor über 30 Jahren am Esalen Institute in Big Sur (Kalifornien) entwickelt. Das Esalen Institute war ein wichtiger Begegnungsort für die gesamte Human Potential Bewegung der späten sechziger Jahre und unterstützt auch heute menschliche Werte, gegenseitiges Verständnis und das Wachstum aller Menschen unabhängig von Nationalität, Konfession oder politischer Orientierung.
Die Grundlage der Esalen-Massage bildet die klassische Schwedische Massage, die auf sehr präzise Art und Weise die Muskeln und das Kreislaufsystem bearbeitet. In Verbindung mit der tiefgründigen und gefühlsbetonten Arbeit resultierte eine Massageform, die Disziplin mit wohltuenden Streichungen verbindet.
Esalen-Massage ist bekannt für die langanhaltenden Dehnbewegungen, die über die Länge des gesamten Körpers ausgeführt werden. Leichtes Wiegen, passive Gelenkbewegungen und tiefe Strukturarbeit an den Muskeln sind zusammen mit dem energetischen Ausbalancieren des Körpers alles Bestandteile einer Esalen-Massage. Spezifische Methoden aus der Arbeit mit Trager, Feldenkrais, Rolfing, Polarity und Akupressur können von den Ausübenden nach eigener Einschätzung mit der persönlichen Arbeitsform kombiniert werden.

 

F

 

Farbpunktur

Diese Variante der Akupunktur kommt ohne Nadel aus. Man geht davon aus, dass Farben mit ihrer jeweils speziellen Wellenlänge eine besondere Wirkung auf den Menschen haben. Der Patient reagiert wie bei der Farbtherapie, nur wird der Einfluss dadurch verstärkt, dass besonders die Akupunkturpunkte bestrahlt werden. Die Entdeckung dieses Verfahrens ist dem Techniker Peter Mandel zu verdanken.

Farb-Therapie

Wir wissen, dass Licht und Farben Körper und Seele beeinflussen. Eindeutig feststellbar sind die Wirkungen von Farben auf das Nerven- und Hormonsystem. So werden z.B. Maniker in fortschrittlichen psychiatrischen Kliniken nicht in roten oder grell-bunten Räumen untergebracht, und blaue Farbe setzt man bei Schlaflosigkeit ein. Weitere Beispiele: Gelb wirkt auf die Hohlorgane primär entkrampfend, grün und orange üben positive Einflüsse auf die Psyche aus und violett ist beim Neurotiker anregend.

Die Anfänge der Farbtherapie entstanden Ende des 19. Jahrhunderts durch die Forschungen des Arztes Edwin D. Babbit. Die häufigste Methode der Farbtherapie ist das Bestrahlen des Patienten mit ausgesuchten Farben. Da die Strahlung über die Haut aufgenommen wird, ist auch eine Behandlung blinder Patienten möglich. Zusätzlich können Nahrungsmittel oder homöopathische Präparate bestrahlt werden, was deren Verträglichkeit erhöht oder die Wirkung verstärkt.

Feldenkrais-Methode

Die Feldenkrais-Methode ist benannt nach ihrem Begründer, dem israelischen Physiker Moshé Feldenkrais (1904 – 1984). Sie ist ein spezielles Verfahren zur Gestaltung von Lernprozessen. Angestrebt wird, Menschen zu befähigen, über achtsam wahrgenommene Bewegungsabläufe ihr eigenenes Lernen zu lenken. Die Feldenkrais-Methode schafft Lernbedingungen, in denen Menschen sich über die Sensomotorik darin schulen können, ihr Unterscheidungsvermögen auszubilden. Diese Fähigkeit trägt wesentlich dazu bei, dass die Person besser erkennt und versteht, wie sie sich selbst sieht und sich diesem Bild entsprechend im täglichen Leben organisiert; denn solange sie nicht wahrnimmt und also nicht weiß, wie sie sich zum Beispiel beim Gehen organisiert, kann sie daran auch nichts verändern. Indem Bewusstheit über das eigene Tun geschieht, entsteht neue Beweglichkeit (in körperlicher, geistiger und seelischer Hinsicht) wie von selbst.

Fußreflexzonen-Therapie

Es ist bekannt, dass schon vor ungefähr 5000 Jahren in Asien Druckpunktbehandlungen gegen Krankheiten in Gebrauch waren. Im 16. und 17. Jahrhundert wurden ähnliche Verfahren in Mitteleuropa ausgeübt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts griff der amerikanische Arzt Dr. Fitzgerald die Fußreflexzonenmassage wieder auf und die Amerikanerin Eugenice Ingham legte den Grundstein für die heute bekannte Therapie.
Die Fußreflexzonentherapie soll regulierend in die Funktionen des Körpers eingreifen. Wie bei vielen anderen naturheilkundlichen Verfahren geht auch diese Therapie davon aus, dass der Körper als ein Ganzes betrachtet werden muss. Störungen und Beschwerden äussern sich an vielen Stellen des Körpers und können auch von dort aus behandelt und beseitigt werden. Die Reflexpunkte befinden sich seitlich sowie unter- und oberhalb der Füsse. In der Diagnose stellt der Therapeut über die Empfindlichkeit des Patienten in den einzelnen Fußzonen und die Beschaffenheit der Füsse die Erkrankung fest. Durch Massage unterschiedlichen Druckes soll der Selbstheilungsprozess des Körpers eingeleitet oder beschleunigt werden.

 

G

 

Geistiges Heilen

Die meisten Geistheiler sprechen von einer Übertragung der Lebenskraft, zum Teil über große Entfernungen hinweg. Sie wollen dafür sorgen, dass Energieströme im Körper wieder frei fließen und so die Selbstheilungskräfte aktiv werden können. Einige erfassen den Zustand ihrer Patienten rein intuitiv, andere verweisen auf geistige Führer aus dem Jenseits oder die Begleitung von Engeln. In anderen Ländern (z.B. England) wird das geistige Heilen weitaus besser anerkannt als im deutschsprachigen Raum. Dort arbeiten Schulmediziner oft mit Geistheilern zusammen.Gerda-Boyesen-Methode.
Siehe Biodynamische Psychologie

 

H

 

Haarmineral-Analyse

Eine Probe der Haare wird in einer Säure gelöst und analysiert. Das Ergebnis gibt dem Therapeuten Hinweise auf ernährungs- bzw. umweltbedingte Mangelzustände (Mineralien, Spurenelemente) oder Schwermetallbelastungen.

Hatha-Yoga

Hatha-Yoga ist ein Übungsweg über den Körper. Dabei werden neben der körperlichen Beweglichkeit die Wahrnehmungsfähigkeit, die Beobachtungsgabe und die Konzentration entwickelt. Wichtigster Bestandteil des Hatha-Yoga sind die Körperhaltungen, die sogenannten Asanas. Mit Hilfe der Asanas, verbunden mit geeigneten Atemübungen sollen Verspannungen wahrgenommen, gelöst und so die körperliche Gesundheit, geistige Konzentration und seelische Ausgeglichenheit zu fördern.

Homöopathie

Der Patient wird vom Homöopathen nicht nur unter dem Aspekt der Krankheit betrachtet, sondern als ganzer Mensch aus Körper, Seele und Geist. Neben den Symptomen der Krankheit bezieht der Homöopath auch die Lebensgewohnheiten des Patienten, seine Gedanken und Träume, Ängste und Sorgen in sein Gesamtbild mit ein. Diese sanfte Therapie regt die Lebensenergien des Körpers an und stellt durch eine gezielte Medikation das verlorene Gleichgewicht des Organismus wieder her. Symptome werden nicht durch starke Medikamente unterdrückt, schädliche Nebenwirkungen und Folgeschäden treten nicht auf. Jeder Patient bekommt sein persönliches, auf seinen individuellen Zustand abgestimmtes Arzneimittel. Wenn fünf Patienten mit demselben Leiden einen Homöopathen aufsuchen, wird dieser wahrscheinlich jedem der fünf ein anderes Heilmittel verschreiben. Selbst wenn das allgemeine Krankheitsbild übereinstimmt, können die persönlichen Krankheitsbilder der einzelnen Patienten doch sehr verschieden sein.
In ausführlichen Einzelgesprächen, die sich über ein bis zwei Stunden erstrecken können, macht sich der Homöopath ein Bild von der Krankengeschichte des Patienten. Erst dann wird die passende Arznei verordnet. Besonders bei langwierigen chronischen Leiden wie Rheuma, Asthma, Neurodermitis und psychosomatischen Krankheiten werden der Homöopathie Heilungserfolge zugeschrieben.
Der Arzt, Chemiker und Apotheker Dr. Samuel Hahnemann (1755-1843) hat die Homöopathie am Ende des 18. Jahrhunderts begründet. Er hat das sogenannte Ähnlichkeitsgesetz entdeckt: “Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt” (Simila similibus curantur).
Als Hahnemann ein englisches Arzneimittelbuch ins Deutsche übersetzte, stieß er auf die Arznei Chinarinde, die damals erfolgreich gegen Malaria eingesetzt wurde. Die Behauptung, die Heilwirkung der Chinarinde läge in ihren magenstärkenden Bitterstoffen, stellte Hahnemann nicht zufrieden. In einem bis dahin einzigartigen Selbstversuch widerlegte Hahnemann diese Behauptung. Er nahm einige Tage etwas von der pulverisierten Chinarinde ein und entwickelte daraufhin als Gesunder malariaähnliche Symptome, die nach einiger Zeit wieder verschwanden und jedesmal wiederkehrten, wenn er erneut von dem Pulver nahm. Sollte der Arzneistoff, der einen gesunden Organismus krank macht, der gleiche sein, der einen kranken Menschen, der unter ähnlichen Symptomen leidet, gesund macht? Auf dieser Tatsache beruht das Ähnlichkeitsgesetz.
Die krankmachende Wirkung verschiedenster Stoffe wurde in sogenannten Arzneimittellehren (Repertorium,Repertorisation) zusammengefasst. Dieses damals begonnene Nachschlagewerk, die Materia Medica, enthält bereits heute über eintausend geprüfte Substanzen aus dem Pflanzen-, Tier- und Mineralreich. Die Materia Medica wird ständig erweitert.
Hahnemann verdünnte zuerst die von ihm geprüften einzelnen Arzneistoffe, um ihre toxische Wirkung auszuschalten. Mit dem Ergebnis der Verdünnung allein war er nicht zufrieden und begann, die verdünnten Arzneistoffe zusätzlich zu verschütteln. Er entdeckte, dass die Wirkung der Mittel dadurch wesentlich erhöht wurde und länger anhielt. Diesen Vorgang nannte er Potenzieren. In der von ihm festgelegten Form wird diese Zubereitung bis heute durchgeführt. Die in diesem Verfahren gewonnene Arznei enthält die für den kranken Organismus spezifische Information. Bei Einnahme des homöopathischen Mittels reagiert der kranke Organismus auf diese Information, wenn die Muster der Arznei und des Organismus übereinstimmen. Dadurch wird das geschwächte oder sogar blockierte Abwehrsystem befreit und die Lebensenergie des Patienten aktiviert. Die Heilung wird nicht in Form von starken Medikamenten von außen übergestülpt, sondern der Körper erhält Hilfe zur Selbsthilfe.

Hydro-Colon-Therapie

Die Hydro-Colon- oder Colon-Hydro-Therapie ist eine moderne, tiefgreifende Methode des Darmbades.
Dickdarmspülungen waren schon im Altertum üblich, um bei Verstopfung sofortige Abhilfe zu schaffen. Das Verfahren hat sich bis heute kaum geändert, nur ist es mit moderner Technik wirksamer geworden und frei von unangenehmen Begleitumständen. Der Patient liegt entspannt und zugedeckt auf dem Rücken. In seiner Analöffnung steckt ein kurzes, steriles Einmalrohr, das für Zulauf und Ablauf mit zwei ebenfalls sterilen Einmalschläuchen verbunden ist. Die Spülung beginnt bei gelindem Druck mit warmem Wasser, dessen Temperatur zwischen 25 und 41 Grad verändert werden kann. So spürt der Patient, wie es in seinem Innern zu arbeiten beginnt, und sein Darm einem angenehm warmen Bad ausgesetzt wird.
Warmes Wasser lockert die Darmmuskulatur. Dadurch entsteht Bewegung, die Blähungen mobilisiert und verklebte oder eingetrocknete Fäkalreste von den Darmwänden löst. Sie werden angesaugt und fließen durchs Ablaufrohr in den Auslauf. Auf diesem Weg passieren sie ein beleuchtetes Fenster im Therapiegerät, damit der Patient den Behandlungserfolg beobachten kann. Das Ganze ist als luftdicht abgeschlossenes System angelegt, das jede Geruchsbelästigung ausschließt.

Hämatogene Oxydationstherapie (HOT)

Entwickelt wurde die HOT von Prof. Dr. Eduardo Wehrli. Dem Patienten wird hierbei Blut aus der Vene entnommen, mit einem blutgerinnungshemmenden Mittel versetzt, mit Sauerstoff aufgeschäumt und schließlich mit ultraviolettem Licht bestrahlt. Durch diese Behandlung kommt es zu einer Reaktion, bei der ein neuer Stoff, der Singulett-Sauerstoff entsteht. Dieser chemischen Verbindung wird die Wirksamkeit der Therapie zugeschrieben, die unter anderem bei Gefässerkrankungen, Migräne und Allergien helfen soll.

Hyperbare Sauerstoff-Therapie

Die Hyperbare Oxygenation (HBO) ist die wissenschaftliche Bezeichnung für die Sauerstoff-Überdruck-Therapie. Dabei atmet der Patient in einer Überdruckkammer reinen Sauerstoff ein. Die HBO nutzt die Erkenntnis, dass Flüssigkeiten unter Druck mehr Gas aufnehmen. Dies gilt natürlich auch für Blut. Dem Körper ist es in einer Druckkammer möglich, mehr Sauerstoff über das Blut aufzunehmen als unter Normaldruck. Über die Blutbahnen wird das “Medikament” Sauerstoff zu den Geweben transportiert und gelangt durch Diffusion (Ausgleich des Druckunterschieds) in die Körperzellen. Weil der Sauerstoffgehalt wesentlich höher als normal ist, können die Körpergewebe besser mit Sauerstoff versorgt werden.
Dabei werden unter anderem die Abwehrmechanismen stimuliert und die Neubildung der Blutgefässe im Wundbereich aktiviert. Bei Organverletzungen nach der Strahlentherapie bei Krebserkrankungen kann diese spezielle Sauerstoffbehandlung ebenfalls helfen. Unter Überdruck wirkt der Sauerstoff zudem stark antibakteriell, was die Behandlung zahlreicher Krankheiten unterstützen kann. HBO wird oftmals auch erfolgreich bei Tinnitus eingesetzt, vor allem dann, wenn man als Ursache Durchblutungsstörungen vermutet.

Hypnose

Hypnose ist eine Form der Psychotherapie. Neben dem Schlaf und dem Wachbewusstsein gibt es noch einen dritten Bewusstseinszustand: den Zustand der hypnotischen Trance. Dieser Zustand kann prinzipiell von jedem Menschen erreicht werden. Einigen Menschen fällt es aber leichter, einigen etwas schwerer in Trance zu gehen. Bei den meisten Menschen wird nach einigen Übungssitzungen eine für die Therapie ausreichende Hypnosetiefe erreicht. Für die Hypnotisierten stellt die Hypnose in der Regel eine sehr angenehme Form der Behandlung dar, da er sich die meiste Zeit in einem Zustand angenehmer, tiefer Entspannung befindet. Mit Hypnose lassen sich nicht nur seelische Probleme lösen, sondern auch viele körperliche Erkrankungen positiv beeinflussen.
Ausgangspunkt jeder therapeutischen Hypnose ist das Erreichen eines Zustands angenehmer Entspannung. In dieser Situation geistiger, seelischer und körperlicher Ruhe ist unser Unbewusstes bereit Suggestionen aufzunehmen. Suggestionen sind in gewisser Weise Lehrsätze für unser Unbewusstes. Sie werden häufig wiederholt und sind oft formelhaft. Neben der suggestiven Beeinflussung können wir in der Hypnose aber auch Informationen aus unserem Unbewussten wachrufen. Dinge, die wir vergessen oder verdrängt haben, werden so wieder zugänglich gemacht und können uns helfen, Lösungsmöglichkeiten für konkrete Probleme zu finden.
In der klassischen Form der Hypnose wird der Hypnotisierte sehr direkt mit Hilfe von befehlsartigen Suggestionen in der Trance geführt. Von den Behandlern wird hierbei angestrebt, dass der Hypnotisierte in eine sehr tiefe Trance fällt, sich passiv verhält und sich nach der Hypnose nicht an den Verlauf im einzelnen erinnert. Diese Amnesie spielt in der modernen Hypnotherapie eine weit geringere Rolle. Vielmehr wird hier eine aktive Auseinandersetzung zwischen Therapeut und Patient gefördert. In dieser offenen Form dient das Erreichen der Trance meist als Basis für eine weitergehende Psychotherapie. Bei der Selbsthypnose, zu der auch das bekannte Autogene Training gehört, übernimmt der Patient nach einer gewissen Einübung selbst die Steuerung der Hypnose und kann so diese Therapieform selbstbestimmt nutzen. Medizinische Anwendungsbereiche: Allergien, Schmerzerkrankungen, Asthma bronchiale, Warzen, Tumorleiden, Herpes, Migräne und Kopfschmerzen, Magen-Darmerkrankungen, sowie in der Zahnheilkunde, Geburtshilfe und Chirurgie zur Schmerzunterdrückung.
Psychotherapeutische Anwendungsbereiche: Ängste und Phobien, Schlafstörungen, Süchte, Stressbewältigung, Mangel an Selbstbewusstsein, Essstörungen.

 

I

 

Iris-Diagnostik 

siehe Augen-Diagnostik.

 

K

 

Kinesiologie

Die Kinesiologie ist ein relativ junges Naturheilverfahren, in den 60er Jahren entwickelt vom amerikanischen Chiropraktiker George Goodheart. Er entdeckte bei seiner Arbeit zufällig, dass sich aus Muskeltests Rückschlüsse ziehen lassen auf den übrigen Zustand des Patienten, vor allem auf das Energiesystem des Körpers.
Der Begriff “angewandte Kinesiologie” umschreibt die Grundlagen eines Systems, das manuelles Muskeltesten verwendet, um damit Informationen über Vorgänge im Körper und Funktion des gesamten Organismus zu bekommen. Sie soll eine schnelle und verlässliche Methode zum Feststellen von organischen Fehlfunktionen, Allergien, Ernährungsmängeln, energetischen Blockaden, Störfeldern, strukturellen Unausgewogenheiten und deren therapeutischer Beeinflussbarkeit sein. Die angewandte Kinesiologie ist eine manuelle, sowohl diagnostische als auch therapeutische Methode und von Apparaten völlig unabhängig. Durch richtig angewandte Muskeltests soll auch die Wirksamkeit einer therapeutischen Massnahme überprüft werden können. In der vorbeugenden Medizin sollen energetisch-funktionelle Störungen besser entdeckt werden, lange bevor diese zu ernsthaften Erkrankungen oder Organschäden führen.
Der Kinesiologie untergeordnete Gebiete sind unter anderem:

  • Touch for Health, nach dem amerikanischen Chiropraktiker John Thie Edu K / Brain Gym nach dem amerikanischen Sonderschulpädagogen Paul Dennison
  • Psycho-Kinesiologie nach dem deutschen Arzt Dietrich Klinghardt

Kirlian-Fotografie

In den 40er Jahren entwickelte das russische Ehepaar Semyon und Valentiner Kirlian die Technik der fotografischen Ablichtung der Aura. Das Bild entsteht mit Hilfe einer durch Hochspannung aufgeladenen Metallplatte und fototechnischer Hilfsmittel.

Kneipp-Therapie

Sebastian Kneipp (1821-1897), der Begründer der nach ihm benannten Therapie, wurde am 17. Mai 1821 in Stephansried geboren. Als Gymnasiast erkrankte Kneipp an einer Lungentuberkulose. Dann studierte er Theologie und geriet an ein Buch des Schweidnitzer Arztes Dr. Johann Siegmund Hahn über Kaltwasserbehandlung. Es beeindruckte ihn derart, dass er im Winter für einige Sekunden in die Donau ging und sich gleich wieder anzog, aber ohne sich vorher abzutrocknen. Nun machte er dreimal in der Woche im eisig kalten Wasser Halbbäder von nur drei bis vier Sekunden Dauer, die ihm bestens bekamen. Schließlich heilte die Tuberkulose aus. Diese Erfahrungen führten ihn zur Entwicklung der Hydrotherapie nach Kneipp (Güsse, Bäder, Wassertreten, Waschungen, Wickel und Packungen), der ersten von fünf Säulen.
Weitere Grundlagen der Kneipp-Therapie sind die Phytotherapie, Bewegungstherapie, Ernährungstherapie (Diätetik) und Ordnungstherapie.

 

L

 

Laser-Akupunktur

Hier werden die Reize nicht durch Nadeln, sondern durch das hoch konzentrierte Licht eines Lasers gesetzt. Obwohl Akupunktur, Elektroakupunktur und Laserakupunktur sich in einigen Punkten ihrer Anwendung und Auswirkung unterscheiden, beruhen sie doch alle auf dem Prinzip der ganzheitlichen Betrachtung des Menschen und sind deshalb mit anderen naturheilkundlichen Verfahren zu kombinieren und als Medikamente einsparende Therapie einzusetzen.

Lymph-Drainage

Form der Streichmassage zur Beseitigung von Lymphstauungen. Unter kreisendem Druck werden ödematöse (gestaute, geschwollene) Gebiete massiert, um den Abfluss der Flüssigkeit im Zwischengewebe und den venösen Rückstrom zu fördern.
Anwendung bei Ödemen, Rheuma und für allgemeines Wohlbefinden.

 

M

 

Magnetfeld-Therapie

Bei einer Magnetfeldtherapie wird der zu behandelnde Körper einem Magnetfeld ausgesetzt, das in einer bestimmten Stärke und Frequenz pulsiert. Magnetfelder durchdringen den Körper vollständig, erreichen also jede einzelne Zelle. Wenn magnetische Felder den menschlichen Körper durchdringen, wird diese Energie auf den Körper übertragen. Biochemische oder elektrische Prozesse im Körper werden positiv direkt oder indirekt beeinflusst. Es gibt keinen Vorgang in der Natur der nicht irgendwie durch magnetische Felder beeinflussbar ist. Da in der Natur alles Leben durch biochemische und elektrische Energien gesteuert wird, kann eine positive Beeinflussung nur heilend wirken, z.B. wird die Zellerneuerung (Heilung) verbessert. Hormon- und Enzymsysteme werden angeregt. Ausserdem haben magnetische Energien eine positive Auswirkung auf die Körpersäfte und die Zellatmung. Krankhafte Prozesse können somit gestoppt werden. Durch die lokale Sauerstoffanreicherung, die das Magnetfeld bewirkt, werden auch Medikamente in ihrer Wirkung verbessert. Die Magnetfeldtherapie kann aus diesem Grund nicht nur als alleinige Therapieform angewendet werden, sondern auch als
Ergänzungstherapie mit anderen natürlichen Therapieformen wie z.B. der zystoplasmatischen Therapie. (Behandlung mit Zellinhaltsstoffen). Vor der Magnetfeldanwendung ist eine genaue Diagnose notwendig, um die richtige Frequenz zu bestimmen. Die Dauer der Anwendung beträgt im Durchschnitt 15-20 Minuten und sollte ein- bis dreimal wöchentlich durchgeführt werden. Erstverschlimmerungen können wie bei der Homöopathie auftreten.

Massage

Alle Kulturen der Welt kennen die helfende oder heilende Wirkung der Massage, sei es zur reinen Entspannung oder zur Unterstützung therapeutischer Prozesse. Heute sind sehr viele verschiedene Massage-Methoden bekannt.
Die klassische oder medizinische Massage setzt anatomische Kenntnisse voraus und beinhaltet Streichungen, Reibungen, Hautverschiebungen, Knetungen, Zirkelungen, Klopfungen, Schüttelungen und Vibrationen.

Moxa / Moxibustion

Mogusa (japanisch) = brennendes Heilkraut.
Beim Verglühen von Heilkraut (in der Regel Beifuss) auf oder über bestimmten Akupunktur-Punkten oder Hautarealen werden Leitbahnen oder bestimmte Regionen erwärmt. Die Wärme dringt über diese Punkte in den Körper ein. Auf diese Weise werden Feuchtigkeit und Kälte vertrieben. Ausserdem wird durch diese Methode auch die Energie (Qi) bewegt.
Moxibustion kann mit Hilfe von Akupunkturnadeln oder aber mit sogenannten Moxa-Zigarren erfolgen. Bei letzterem Verfahren wird die Moxa-Zigarre bis kurz vor der Schmerzgrenze in der Nähe des Akupunkturpunktes gehalten. Die Folge sind in der Regel starke psychische und körperliche Abreaktionen, ein bis zwei Tage Erstverschlimmerung und dann deutliche Besserung.

Multicom-Therapie

Der Mensch braucht Luft, Nahrung und Bewegung zum Überleben ebenso wie ein dichtes Netz steuernder Signale aus seiner Umwelt. Hierzu gehören das Erdmagnetfeld, Licht und Farben sowie kosmische Einflüsse. Durch Umweltverschmutzung wie Radar, Mikrowellen und Funk ist dieses System bei vielen aus dem Gleichgewicht geraten. Im Multicom-Gerät werden deshalb verschiedene Schwingungen von Farben, Tönen, Edelsteinen und Metallen vereint und zur Therapie eingesetzt. Mikromagnetfeld-Impulse übertragen die Schwingungen elektromagnetisch über Hautelektroden, durch einen Softlaser auf Akupunkturpunkte oder als Vibrationen direkt auf das Gewebe. Die übertragenen Informationen werden im Körperwasser gespeichert und so die körpereigenen Selbstheilungs- und Abwehrkräfte angeregt.

 

N

 

Neural-Therapie

Die Neuraltherapie arbeitet mit örtlich wirksamen Betäubungsmitteln wie Procain und Lidocain. Zur Therapie werden diese Betäubungsmittel an Nerven, Muskeln, Gelenken oder in die Haut injiziert. Die Wirkung der Neuraltherapie beruht dabei weniger auf der direkten betäubenden Wirkung des Procains, sondern darauf, dass übergeordnete Regelkreise des Körpers beeinflusst werden. Über das Nervensystem, das durch einen Strom ständig fließender Impulse alle Bereiche unseres Körpers miteinander verbindet, kommt es zu einer Umstimmung des Stoffwechsels und zur Neuregulation der Körperrhythmen. Neben der Schmerztherapie ist die Neuraltherapie deswegen auch bei den immer weiter zunehmenden funktionellen Störungen ein besonders wertvolles Therapieverfahren.
Jede lebende Körperzelle hat ein elektrisches Potential von 40-90 Millivolt. Im Normalfall wird der gesunde Organismus dieses Potential aufrecht erhalten. Gestörte Zellen aber haben ein Defizit. Dieses wird über das injizierte Anästhetikum, das über ein elektrisches Eigenpotential von ca. 270 Millivolt verfügt, aufgefüllt. Der kräftige Impuls kann dabei auch entfernte Körperregionen erreichen. Der Patient erlebt so manchmal staunend das Sekundenphänomen: Chronische Beschwerden sind augenblicklich spurlos verschwunden. Oft sind aber mehrere Injektionen notwendig um das auslösende Störfeld zu finden. Ein Störfeld kann eine frühere Erkrankung, Verletzung, selbst eine unauffällige Narbe oder ein in seiner Funktion gestörtes Organ sein. Die aktive Mitarbeit des Patienten ist daher zur genauen Bestimmung des Störfelds unerlässlich.
1925 wurde von den Brüdern Ferdinand und Walter Huneke, beide Mediziner, durch einen Zufall die Heilwirkung des Procains entdeckt. Ihre Beobachtungen bestätigten die schon vorher gemachten Erfahrungen von Medizinern wie Leriche und Wischnewski. Die Brüder Huneke bauten die Einzeltechniken zu einer eigenständigen Therapiemethode aus, die zu Beginn Heilanästhesie genannt wurde, später Segmenttherapie und schließlich Neuraltherapie.
Anwendungsbereiche: Alle akuten Schmerz- und Entzündungszustände, Kopfschmerzen, Ischiasbeschwerden, Hexenschuss, chronische Schmerzen, Gelenkrheuma, Bandscheibenschäden, Tumorleiden, chronische Erkrankungen aufgrund eines Störfeldes, Kreislauferkrankungen, Migräne, Allergien, Angina pectoris, Umstimmung bei vegetativen Beschwerden und hormonellen Störungen, Schilddrüsenvergrösserung.

NLP

(NLP = Neurolingustisches Programmieren. Neuron = Nerv; Lingusitik = die Lehre der Sprache)
NLP kommt aus den USA und hat seine Wurzeln in der Psycho- und Kommunikationstherapie. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass jedes Verhalten in unserem Gehirn (neuronal) repräsentiert ist. Mit Sprache und Körpersprache (linguistisch) können wir diese Muster beeinflussen (programmieren). So soll NLP z.B. helfen, sich selbst mit positiven Denkmustern zu motivieren und Selbstbewusstsein oder Begeisterungsfähigkeit bei sich und anderen zu erhöhen.
Schlüsselfiguren im NLP sind der Informatiker Richard Bandler und der Linguist John Grinder, die in den siebziger Jahren das Verhalten von drei berühmten Therapeuten studierten. Daraus ist nicht nur eine Technik zum “Clonen” von inneren Strategien entstanden, sondern ein stetig wachsendes und sehr komplexes Gebiet der Psychotherapie, das eng mit der Hypnose verwandt ist.

Nosoden-Therapie

Unter Nosoden versteht man Mittel, die aus lebenden Organismen gewonnen werden. Dies können sein: Der Patient selbst, Nutztiere wie Rinder oder Schafe, aber auch Kleinstlebewesen wie Bakterien, Viren und Pilze. Beim Patienten wird z. B. Blut entnommen und nach homöopathischen Gesetzen verdünnt. Anschließend wird die so gewonnene Nosode dem Patienten wieder injiziert. Naturheilkundler sprechen diesen sogenannten Eigennosoden die grösstmögliche Wirkung zu. Bei der Verwendung von Erbnosoden geht man von einer vererbten Krankheitsbelastung des Patienten aus. War beispielsweise der Großvater an einer Tuberkulose erkrankt, sind Auswirkungen noch auf den Enkel möglich, also wird aus abgetöteten Tuberkuloseerregern eine Nosode hergestellt.

 

O

 

Ohr-Akupunktur

siehe Aurikulo-Therapie

Orgon-Therapie

Wilhelm Reich, ein Schüler Sigmund Freuds, entdeckte die Orgon-Energie im ersten Viertel unseres Jahrhunderts. Er sah in ihr die universelle Lebensenergie, die er mit physikalischen Messmethoden nachwies. Durch seine Fähigkeit, die Orgon-Energie (eine blaue Lichterscheinung) mit blossem Auge sehen zu können, fand er heraus, wie sich diese Energieform sammeln und speichern lässt. Hieraus entstanden die in der Orgon-Therapie heute gebräuchlichen Orgon-Akkumulatoren und -Strahler. Sie sollen die überall vorhandene, alles durchdringende Lebensenergie sammeln und zielgerichtet an den Patienten abgeben. Erfolge wurden unter anderem in der Tumorbekämpfung und bei psychosomatischen Erkrankungen erzielt. Nach einigen Experten ist die Orgon-Therapie bei hohem Blutdruck mit Vorsicht anzuwenden.

Orthomolekulare Therapie

Relativ junge Therapieform aus den USA, die zunehmend auch in deutschsprachigen Ländern angewandt wird. “Orthomolekular” (griech./lat.) bedeutet “richtige Moleküle”.
Da unsere moderne Industriegesellschaft für viele Menschen Ernährungsmängel mit sich bringt, die zu Krankheit führen können, müssen die “richtigen” Verhältnisse wiederhergestellt werden. Gemeint sind Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Amino- und Fettsäuren. Bei der Behandlung wird ausschließlich auf diese ohnehin im Körper enthaltenen Stoffe zurückgegriffen.
Dr. med Matthias Rath, ein eifriger und kämpferischer Verfechter der orthomolekularen Medizin, nennt sie auch Zellular-Medizin.

Osteopathie

Begründer der Osteopathie, die ähnlichen Prinzipien wie die Chiropraktik folgt, war der amerikanische Arzt Andrew Taylor Still (1828 – 1912). Er mass dem Skelett und vor allem der Wirbelsäule entscheidende Bedeutung für die Erhaltung und Wiederherstellung der Gesundheit bei: Eine beschädigte oder verlagerte Wirbelsäule führt zur Reizung von Nerven, deren Auswirkungen auch in anderen Regionen des Körpers auftreten können. Besonders oft genutzte Techniken sind: Plötzlicher kurzer Druck auf verlagerte Wirbel, um sie wieder in ihre ursprüngliche Position zu bringen, Einrichtung verschobener Wirbel (Arme oder Beine werden hierbei als Hebel genutzt) oder auch kurze, schnelle Drehungen, um Gelenke zu mobilisieren, die nicht mehr voll beweglich sind.

Man unterscheidet drei große Systeme der Osteopathie:

  • Die parietale Osteopathie zur Behandlung des Muskel-Gelenk-Systems, Die viszerale Osteopathie zur Behandlung der inneren Organe und
  • Die craniosacrale Osteopathie zur Behandlung des zentralen Steuerungssystems des Körpers, des Gehirns, und der dieses umgebenden Strukturen.

Ozon-Therapie

siehe Eigenblut-Therapie.

 

P

 

Phytotherapie

Die Phytotherapie (Pflanzenheilkunde) gehört zu den ältesten Medizinlehren. Bereits um 350 v. Chr. entstand in Griechenland das erste umfassende Heilpflanzenwerk. Auch der mittelalterliche Arzt Paracelsus (1493-1541) war herausragender Vertreter dieser Richtung. Schwere Rückschläge erlebte die Phytotherapie im Mittelalter: Viele Pflanzenkundige galten als Hexer und Hexen, wurden von der Kirche verfemt und häufig auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Nach einem “Taucher” durch die übermächtige Pharma-Konkurrenz hat die Phytotherapie heute wieder mehr Zulauf.
In der Phytotherapie unterteilt man die Pflanzen in drei Arten je nach ihrer Wirksamkeit: Die (milden) Mite-Pflanzen, die (starken) Forte-Pflanzen und eine große Zahl von dazwischen liegenden Kräutern und Gewächsen. Die Therapie mit Heilpflanzen, egal ob mit Frischpflanze, Volldroge oder isolierter Reinsubstanz, kommt für alle Gebiete der Heilkunde in Frage. Weit verbreitet, aber dennoch falsch, ist die Ansicht, dass es bei den Heilpflanzen keine unerwünschten Nebenwirkungen gibt: So kann beispielsweise roher Kartoffelsaft (atropinartige) Wirkungen erzeugen, wie Erweiterung der Pupillen mit Sehstörungen. Deshalb ist vor einem unsachgemäßen Gebrauch von Heilpflanzen dringend zu warnen.

Psychotherapie

Psychotherapie ist die allgemeine Bezeichnung für alle Formen der psychologischen Behandlung von psychischen oder auch organischen Störungen. Ausgangsüberlegung: Die allermeisten Krankheiten haben (entweder ganz oder vorrangig) seelische Ursachen. Sigmund Freud, C.G. Jung und viele andere machten die Behandlung der Seele vor allem mit Gesprächstherapie (auf der legendären Couch) salonfähig. Heute gibt es zahllose Therapieformen, darunter Autogenes Training, Hypnose, Katathymes Bilderleben, Neurolinguistisches Programmieren (NLP), aber auch systemische Familientherapie und Gestalt- oder Bewegungstherapie.PulsdiagnostikTeil der Traditionellen Chinesischen Medizin (siehe TCM).

 

Q

 

Qi Gong

Qi Gong (sprich: Tschi Gong) ist eine Atem- und Bewegungsübung, die sich in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) seit etwa 3000 Jahren entwickelt hat.
Die Übungen dienen nicht nur der Gesunderhaltung, sondern werden gezielt bei Krankheiten eingesetzt. Es gelten die gleichen Prinzipien wie bei Akupunktur und Kräuterheilkunde. Das Qi Gong kennt drei Säulen: Bewegung, Atmung und Vorstellungskraft. Alle Bewegungen werden langsam ausgeführt, so dass ein Bewusstsein über jede dieser Bewegungen entsteht. So entspannen sich Atmung und Körper. Aus dieser Ruhe wächst Vitalität, die dann den Fluss der Energie (Qi) wahrnehmbar und lenkbar machen. Man achtet also weniger auf die Symptome der Krankheit als auf die Wiederherstellung der Harmonie der Kräfte.

 

R

 

Radiästhesie

(lateinisch radium = Strahl; griechisch aistanesthai = wahrnehmen) Bedeutet so viel wie Strahlenempfänglichkeit.
In fernöstlichen Ländern ist die Radiästhesie seit Jahrtausenden bekannt und wird beispielsweise eingesetzt, um besonders strahlungsarme Orte für Wohnhäuser zu finden. In der Naturheilkunde geht man davon aus, dass auch die wasserhaltigen Körpersäfte durch Wünschelrute und Pendel untersucht werden können. So können die Wirksamkeit von Medikamenten getestet oder Krankheitsherde lokalisiert, aber auch der strahlungsärmste, also gesündeste Ort für den Schlafplatz ermittelt werden.

Radionik

Die Radionik hat eine fast 100jährige Tradition, abgesehen von den geistigen Ursprüngen im Ayurveda, bei Hippokrates oder Paracelsus. Der kalifornische Arzt Albert Abrams stieß auf einen Effekt, aus dem sich später die Radionik entwickelte. Er stellte fest, dass jede Krankheit eines Menschen durch Abklopfen der Bauchdecke feststellbar ist. Dabei ist jeder Krankheit ein bestimmter Punkt auf der Bauchdecke zugeordnet. Allerdings gibt es verschiedene Krankheiten, die sich am selben Punkt auf der Bauchdecke befinden. Abrams schaltete deshalb elektrische Widerstände in einen Messkreis mit dem Patienten, um beim Abklopfen eine bessere Differenzierung zu erreichen. Er ging davon aus, dass die durch die Krankheit hervorgerufenen Veränderungen, die er beim Abklopfen auf der Bauchdecke feststellte, elektrischer Natur seien. Radionik ist heute in den deutschsprachigen Ländern immer noch relativ unbekannt. In anderen Ländern, speziell in England, wird die Radionik komplementär zur Schulmedizin eingesetzt.
Die Radionik ist ein Verfahren zur Analyse und Balancierung des morphogenetischen Informationsfeldes, auch “Inneres Datenfeld” (IDF) genannt. Sie bedient sich der menschlichen Fähigkeiten im Bereich der intuitiven Wahrnehmung in Verbindung mit speziell dafür entwickelten Instrumenten. Die Wirkungsweise der Radionik kann heute auf Grund neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse erklärt werden wie z.B. Quantenphysik, morphogenetisches Feld (Rupert Sheldrake), holographisches Weltbild (Bohm, Pribram u.a.), Elementarstrukturen der Materie (Heim).

Rebalancing

Wurde vom indischen Baghwan Osho entwickelt. Die Wurzeln des Rebalancing reichen in die frühen 80er Jahre. Damals wurde in Poona (Indien) und kurz darauf auf der “Ranch” in Oregon/USA aus einer Vielzahl von bewusstseinsbetonten Körperarbeitstechniken eine ganzheitliche Schule der modernen Körperarbeit entwickelt. Bestandteil sind unter anderem die wesentlichen Grundlagen des Rolfing und des daraus abgeleiteten “Structural Balancing”, die Alexander-Technik, “Trager-Work”, craniosacrale Arbeit, und “Polarity” Energiearbeit.
Die Betonung liegt auf der Rolle des Bodyworkers als “Kanal”. Er wirkt bewussseinsändernd bzw. erweiternd durch das Medium der geschulten Berührung. Obwohl präzise Techniken gelehrt werden und deren Wichtigkeit für den Anfänger herausgestrichen wird, liegt das Schwergewicht auf der Schulung Bewusstseins durch Meditation und ständiges “in der Gegenwart verweilen”. Rebalancing hat in diesem Sinne viel mit Zen gemein. Die Wichtigkeit der Atmung sowohl des Klienten wie auch des Praktizierenden wird stark und immer wieder betont. Desgleichen die des “Grounding” während der Arbeit.

Rebirthing

Rebirthing ist eine von Leonard Orr entwickelte psychotherapeutische Methode. Rebirthing heißt sinngemäß: Neu-geboren-werden. Viele unserer Verhaltensmuster, Ängste, Gefühlsblockaden und Krankheiten lassen sich auf das Geburtstrauma zurückführen. Mit Hilfe von Atemtechniken, Körperarbeit, Meditation, spirituellen Reinigungstechniken und Affirmationen geht man noch einmal durch dieses Geburtstrauma hindurch, um zur natürlichen Lebensenergie zurückzufinden. Das Wiedererleben der eigenen Geburt ist ein Akt der Befreiung. Rebirthing ist die Chance, noch einmal “geboren zu werden”, diesmal auf sanfte Weise und in eine Welt, die einen mit annimmt. Dies schafft die Grundlage für eine wesensgemäße Selbstverwirklichung.
Eine andere Therapie, die sich mit dem Geburtstrauma befasst, ist die “Urschrei-Therapie” von Arthur Janov. Der Urschrei ist der erste Schrei, den der Mensch nach seiner Geburt ausstösst. Nach Janov ist er das erste Zeichen, sich von Schmerz zu befreien oder seinem Schmerz Ausdruck zu verleihen. Seine Therapie beschreibt er in seinem berühmt gewordenen Buch “Der Urschrei”.

Regressions-Therapie

(lateinisch regredi = zurückschreiten)
Jede Form von Psycho-Therapie, die den Menschen in seine Vergangenheit führt. Führt in der Regel nicht nur in die Kindheit, zur Geburt (Perinatal-Therapie) und in den Mutterleib (Pränatal-Therapie), sondern auch zum Zeugungsakt, zu Geschichten aus früheren Leben (Reinkarnations-Therapie) und aus früheren Generationen (Generationen-Therapie)
Regressions-Therapeuten behaupten manchmal, dass sie nicht mit Trance arbeiten. Tatsache ist, dass jede Form von Regression Trance bewirkt und somit auch hypnotische Phänomene hervorrufen kann.

Reiki

Unter Reiki versteht man eine ganzheitliche Heilmethode, deren Ursprung in Japan liegt. Es wurde von dem Mönch Mikao Usui wiederentdeckt. Wörtlich übersetzt bedeutet Reiki “Die Kraft der Sonne”, “Universale Lebensenergie” oder “Geisteskraft von Engeln”.
Aus der Übersetzung lässt sich entnehmen, dass es sich um eine rein geistige Heilmethode handelt. Die Reiki-Technik besteht zum einen aus Handauflegen auf bestimmte Körperstellen, denen dadurch Energie zugeführt werden soll. Zum anderen soll die Sendung von Energie an entfernte Personen sowie die Verbindung der individuellen mit der kosmischen Energie möglich sein.
Reiki wird nach esoterischem Brauch, durch Initiation (= Einweihung) von Lehrer zu Schüler weitergegeben und kennt verschiedene Grade.

Rolfing

Die Biochemikerin Ida Rolf widmete sich 40 Jahre lang dem Studium der “Strukturellen Integration”. Sie erkannte, dass die falsche Körperhaltung schwerwiegende Folgen hat und den Menschen daran hindert, eine erfüllte Persönlichkeit zu entwickeln.
Haltungsschäden zwingen den Körper in unnatürliche, unbequeme und krankmachende Stellungen. Ida Rolf entwickelte eine besondere Form der Massage, die nach ihr benannt wurde. Die “Rolfing-Massage” löst verhärtete Bindegewebsstrukturen auf, die durch ständige Muskelverspannung hervorgerufen werden. Das Geheimnis, den Körper wieder in Balance zu bringen, liegt darin, ihn wieder in die richtige Haltung zu bringen, so dass sich das Körpergewicht im richtigen Verhältnis an der Vertikalachse des Körpers verteilen kann. Beim Rolfing wird der Patient dahin gebracht, zu seiner natürlichen Körperhaltung zurückzufinden. Daher ist Rolfing eine Selbsterfahrung, bei der man nicht nur die falsche Körperhaltung und die damit verbundenen Verspannungen erkennt, sondern auch ihre Ursachen und Zusammenhänge.

Repertorisation

In der Klassischen Homöopathie wird so der Weg zum richtigen Arzneimittel bezeichnet. Hierbei wird vom Therapeuten in einem oder mehreren Verzeichnissen bzw. Nachschlagewerken (Repertorium) nachgesucht. In diesen Repertorien verschiedener Autoren findet der Therapeut alle bekannten homöopathischen Arzneien mit den dazugehörigen Symptomen aufgelistet. Unterschiedliche Wertungen machen ein spezielles Auswahlverfahren nötig, das dann zur Medikamentenverordnung führt.

S

 

Sauerstoff-Mehrschritt-Regenerations-Therapie

In den 70er Jahren entwickelte der deutsche Professor Manfred von Ardenne die Sauerstoff-Mehrschritt-Regenerationstherapie (SMT): Zunächst wird der Sauerstoffdruck des Blutes gemessen, der dann den Therapieverlauf vorgibt, bei dem Sauerstoff ausschließlich über die Atmung zugeführt wird.
Das geschieht in mehreren Sitzungen, auch unter kreislaufbelastenden Bedingungen wie z. B. Kniebeugen. Der Körper soll wieder in die Lage versetzt werden, genügend Sauerstoff für alle Funktionen aus der Atemluft zu gewinnen. Angewendet wird die Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie bei allen Erkrankungen, deren Ursache auf eine Mangelversorgung zurückzuführen ist.

Schröpfen

Gehört zu den ausleitenden Verfahren. Man unterscheidet das unblutige und das blutige Schröpfen.
Bei Ersterem wird mit Glasglocken an bestimmten Punkten des Körpers Unterdruck erzeugt und Blut und andere Körpersäfte angesaugt. Folge: Abfallstoffe werden verstärkt ausgeschieden und innere Organe über die Hautreflexzonen angeregt. Bei der Schröpfmassage werden die Gefässe über den ganzen Rücken gezogen, nachdem dieser mit durchblutungsfördernden Mitteln eingerieben wurde.
Beim blutigen Schröpfen wird die Haut vor dem Ansetzen der Schröpfgefässe geritzt. Folge: Ähnlich wie beim Aderlass wird das Blut verdünnt und die Fließfähigkeit erhöht. Die Ausleitung soll auch das Immunsystem stärken.

Shiatsu

Shiatsu, in Japan entstanden, ist eine Kombination von Techniken der traditionellen Akupressur mit speziellen Massagegriffen.

Symbiose-Lenkung

Bei der Symbioselenkung oder Mikrobiologischen Therapie werden lebende oder abgetötete Mikroorganismen oder deren Bestandteile oral (durch den Mund), parenteral (unter Umgehung des Magen-Darmkanals), durch Einreibung über oder durch Injektion in die Haut verabreicht. Die Symbioselenkung dient der Wiederherstellung bzw. Erhaltung einer normalen Mikroflora im Darm und damit auch der Anregung der körpereigenen Abwehr. Des weiteren soll sie zu einer besseren Stoffwechselleistung beitragen.

Spagyrik

Das Wort Spagyrik bedeutet trennen und wieder zusammenfügen (Spao = trennen; gyrein = vereinigen. Das spagyrische Herstellungsverfahren basiert auf dem Werk des Schweizer Aztes Paracelsus (1493 – 1541) und der Weiterentwicklung durch den deutschen Arzt Carl Friedrich Zimpel (1801 – 1879). Spagyrik nach Dr. Zimpel ist die Brücke zwischen klassischer Homöopathie und moderner Pflanzenheilkunde und zeichnet sich durch charakteristische Besondeheiten aus.
Die Herstelllung der spagyrischen Essenz nach Dr. Zimpel basiert auf drei wesentlichen Stufen, nämlich der Gärung, der Destillation und der Veraschung. Damit werden sowohl ätherische Öle (Aromastoffe) als auch pflanzeneigene Mineralstoffe und Spurenelemente gewonnen.

Systemische Familien-Therapie nach Bert Hellinger

Die systemische Familientherapie, entwickelt vom Psychoanalytiker Bert Hellinger, ist eine Form der Psychotherapie. Er geht davon aus, dass Menschen krank werden, weil sie innerhalb ihrer Familie in die Schicksale anderer Familienmitglieder verstrickt sind. Wenn diese Verstrickungen ans Licht gebracht werden, kann der Betroffene sich daraus lösen.
Im Zentrum dieser Therapie steht das “Familienstellen”. Ein Mitglied aus der Therapie-Gruppe stellt seine Ursprungs-Familie (Vater, Mutter, Geschwister, Halbgeschwister, Stiefeltern etc.) mit Hilfe der übrigen Gruppen-Mitglieder auf. Diese beginnen aus unerfindlichen Gründen, sich so zu fühlen und zu verhalten, als wären es die richtigen Verwandten.
In Abwandlung dieser Methode gibt es mittlerweile auch das “Organstellen”, wo ein kranker Mensch seine Organe mit Hilfe von Gruppenmitgliedern aufstellt und daraus wertvolle Rückschlüsse auf seine Krankheit bekommt.

Störfeld-Therapie

(siehe auch Neural-Therapie)
Störfelder sind krankhaft veränderte Körperbereiche, die an anderen Stellen des Menschen Störungen, Schmerzen und Krankheit auslösen. Hierzu gehören z. B. schadhafte Zähne, Nebenhöhlen, Mandeln, Fremdkörper oder chronische Entzündungen an Organen, die Giftstoffe und Erreger in die Blutbahn schicken können. Auch Narben und Krampfadern werden mit zu den Störfeldern gerechnet. Wird durch die Störfeldtherapie die Ursache einer krankhaften Veränderung beseitigt, können auch alle anderen Gesundheitsstörungen verschwinden.

 

T

 

Tai Chi

Im deutschsprachigen Raum ist Tai-Ji-Quan (sprich: Tai Tschi Tschüan) meist nur unter Tai-Chi bekannt. Die Ursprünge gehen auf einen chinesischen Kaiser der Hsia Dynastie (2205-1766 v. Chr.) zurück. Tai-Ji-Quan ist kein direktes Naturheilverfahren, sondern eher eine durch Bewegungen dargestellte Form der Symbole Ying und Yang. Die Bewegungsabläufe erinnern zum Teil an Tanz, zum Teil an eine Form des asiatischen Kampfsportes. Wichtig bei allen Übungen sind das richtige Atmen, meditative Konzentration und eine ausgeglichene Balance.
Tai-Ji-Quan soll die Verbindung mit den Energien des Universums schaffen. Durch regelmäßiges Üben sollen Körper, Geist und Seele in ein Gleichgewicht zueinander kommen. Die Auswirkungen auf die Gesundheit sind vergleichbar z.B. mit denen der Meditation, dem Yoga oder anderen Formen der Gymnastik. In China machen allmorgendlich Millionen von Menschen aller Altersgruppen auf öffentlichen Plätzen ihre Tai-Ji-Quan Übungen, um so Kraft für die Arbeit zu sammeln.

Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)

Unsere moderne, naturwissenschaftlich begründete Medizin ist eine somatische, d.h. auf den Körper bezogene Wissenschaft. Die Gegenstände, mit denen sie zu tun hat und in die sie den Menschen einteilt, sind etwas Gegenständliches, Stoffliches, Materielles. Die gedanklichen Voraussetzungen dazu schuf Isaac Newton im 17. Jahrhundert mit seinem überzeugenden, umfassenden, mechanistischen Weltbild. Daraus entwickelte sich ein sehr funktionstüchtiges, mechanisches Modell des Körpers. Kranksein ist mit morphologischen, messbaren Veränderungen verknüpft und wird als Fehlfunktion von physikalisch-chemischen und biologischen Mechanismen angesehen, die korrigiert werden müssen. Diese Medizin eignet sich vor allem für Krankheiten, die sich als körperliche Veränderung manifestieren, für fortgeschrittene, ernste, oft lebensgefährliche Krankheiten.
Die chinesische Medizin dagegen ist eine funktionale Wissenschaft. Das bedeutet, dass bei ihr lebendige Abläufe, Lebensfunktionen, aktuelles biologisches oder psychisches Geschehen im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen. Die chinesischen Ärzte verstehen den Menschen als ein energetisches Gefüge. Das “energetische Potential”, das die Chinesen Qi nennen, durchdringt den Körper wie Flüsse und Seen eine Landschaft durchströmen. Nach der Erfahrung der alten Ärzte fließt dieses Qi auf definierten Bahnen (Leitbahnen oder Meridiane). Diese Bahnen leiten das Qi, zyklisch aufeinander folgend, durch den Körper.
Bestandteile der TCM sind die Akupunktur, die Moxibustion, die Phytotherapie, die Diätetik (Ernährungstherapie), Tui Na und An Mo (Chinesische Massagen), Qi Gong und Tai-Ji-Quan (Bewegungstherapien).
Zur Diagnose wird in der TCM unter anderem auch die Zungen- und die Puls-Diagnostik eingesetzt.

Touch for Health

Vom amerikanischen Chiropraktiker George Goodheart entdeckte und von seinem Schüler John Thie populär gemachte Form der angewandten Kinesiologie, die gemäß John Thie auch Laien anwenden und lehren sollen.
Im Zentrum steht eine sanfte Art, die wichtigen Körpermuskeln ins Gleichgewicht zu bringen.

Transzendentale Meditation

Die Tranzendentale Meditation (TM) wurde in den 60er Jahren von dem indischen Mönch Maharishi Mahesh Yogi im Westen bekannt gemacht. Sie fand schnell Millionen Anhänger. Über ein “Mantra”, ein leicht zu behaltendes Wort ohne Bedeutung, das ständig wiederholt wird, sollen unerwünschte oder beunruhigende Gedanken losgelassen werden. Das Mantra muss geheim gehalten werden. Geübt werden sollte zweimal täglich 20 Minuten. Ziel der Meditation: innere Gelassenheit, bessere Beherrschung von Ängsten und Stresszuständen. Messbare Veränderungen: ruhige und tiefe Atmung, sinkender Blutdruck und ruhiger Puls,Veränderung des Hautwiderstandes und Sinken des Milchsäurespiegels.
In gewissen Kreisen in Verruf geraten ist die TM in den 70er Jahren, als die ersten TMer auf zehn Jahre Meditation zurückblickten und erwarteten, dass sie nun in der Lage seien, zu fliegen. Maharishi hatte angeblich versprochen, dass man mit seinen “Sidhis” (Übungen) eines Tages die Schwerkraft überwinden könne. Ausserdem kursierten damals Listen von Mantras mit der Absicht, die “Einmaligkeit” des persönlichen Mantras in Misskredit zu bringen.

Triggerpunkt-Massage(Myofasziale Triggerpunkt-Therapie)

Faszien, auf deutsch Spalthäute genannt, schmiegen sich an Muskeln, Blutgefässe, Nerven aber auch innere Organe und sind fest mit ihnen verwachsen. Sie durchziehen auch das Fettgewebe Sie formen, stützen und schützen. Muskel und Faszie bilden eine funktionell untrennbar miteinander verbundene Einheit. Die eine Struktur kann nicht ohne die andere “funktionieren” und umgekehrt. Faszien enthalten ein dichtes Netz feinster Nervenendungen und glatter Muskelfasern. Sie erfüllen ebenso wie Muskeln die Funktion eines Sinnesorgans im Sinne der Eigenwahrnehmung. Wir sprechen vom myofaszialen System. Dieses myofasziale System ist durch spezielle Handgrifftechniken (myofascial release technique nach Prof. Ward, Michgan State University Ann Arbor USA) beeinflussbar. In den USA wird diese Techniken an den Universitäten gelehrt. Die praktische Durchführung umfasst einen sanften Druck auf das zu behandelnde Gewebe, vorsichtiger und gefühlvoller Spannungsaufbau in Faserrichtung bis das Gewebe von selbst nachgibt, sich “löst”. Mit der Faszie löst sich auch die Muskulatur.
Die Behandlung zählt zu den sanften und weichen Techniken und ist ohne jedes Risiko.

 

U

 

Ultraschall-Therapie

Wird der Elektrotherapie zugerechnet: Die vom Gewebe absorbierten Schallwellen werden in Wärme umgewandelt, wobei die unterschiedlichen Gewebearten ein unterschiedliches Aufnahmeverhalten zeigen. Ultraschall dringt bis in tiefste Gewebeschichten ein.UVA / UVB-Therapie
Seit Beginn des 20. Jahrhunderts ist die antibakterielle Wirkung des ultravioletten Lichtes (UV) bekannt und wird genutzt, um z. B. einzelne Körperteile oder das Blut zu bestrahlen.

 

V

 

Vega-Test

Das Verfahren (vegetativer Reflexionstest) nach H.W. Schimmel ist eine Abwandlung der EAV und entstand aus dem praktischen Anliegen, mit entschieden weniger Messpunkten auszukommen. Der Schwerpunkt liegt in der Testung von Medikamenten.

Verhaltens-Therapie

Dieser Zweig der Psychotherapie will über einfache “Umerziehungsvorgänge” (also weniger über das Erreichen des Unterbewusstseins) den Patienten in seinem Verhalten positiv ändern. Grundlagenforscher um die Jahrhundertwende war der russische Neurophysiologe und Nobelpreisträger Iwan P. Pawlow: Er setzte Hunde widersprüchlichen Reizen aus, strafte sie beispielsweise, wenn sie Hunger hatten und gefüttert wurden. Hieraus entstanden bei den Tieren Neurosen. Durch erneutes Trainieren ließen sich die Verhaltensstörungen wieder beseitigen. Pawlow schloss daraus, dass auch bei Menschen fehlerhafte angeeignete Verhaltensweisen durch gegenteilig neu erlernte beseitigt werden können. Hieraus entwickelten sich verschiedene Formen der Verhaltenstherapie, unter anderem die Aversions- oder Übersättigungstherapie.

Visualisations-Technik nach Krystal

Durch Arbeiten mit bestimmten Symbolen wird es dem Klienten möglich gemacht, sich von Abhängigkeiten, klar erkennbaren Sicherheitssymbolen und beherrschenden Faktoren seines Lebens zu lösen. Das können z.B. Eltern, Lehrer, Familienangehörige, Partner und Freunde sein, aber auch materielle Dinge und Ziele wie Geld, Beruf und jegliche Art von Besitz. Auch von den inneren Zwängen kann man sich mit dieser Methode befreien (z.B. Veranlagungen, Charakterzüge und familiäre Verhaltensmuster). Phyllis Krystal entwickelte diese spezielle Methode 1950, die sie seit 1982 in England publiziert.

Vitalpraktik nach Vuille

Der dipl. Vitalpraktiker und Lebensberater nach Francis E. Vuille erfasst und behandelt immer den Menschen in seiner Ganzheit von Körper, Geist und Seele als Prävention für die Gesundheit.
Die Körperarbeit umfasst das Durchbewegen von Rumpf, sowie den oberen und unteren freien Extremitäten. Muskelverspannungen und Energieblockaden werden durch Energieausgleichstechniken gelöst. Im Gespräch hilft er dem Klienten, sich seine Lebenssituation bewusst zu machen und neue Lösungen zu erarbeiten.

 

Y

 

Yoga

Das Wort (altindisches Sanskrit) wird übersetzt mit “den Geist zur Ruhe bringen”. Verschiedene Meditationsübungen für Körper und Seele sollen Mensch und Schöpfungsmacht “vereinigen”. Das im Westen verbreitete Hatha-Yoga hat sich von den alten spirituellen Grundgedanken entfernt, ist jedoch noch immer eine gute Methode, Körper und Geist in Harmonie zu bringen. Hierzu werden meist in Kursen Übungen erlernt, die auch regelmäßig zu Hause gemacht werden sollen.
Yoga bewirkt eine schonende, aber effektive Dehnung von Bändern, Sehnen, Bindegewebe und Muskeln. Als Erfolg stellt sich oft eine grössere Ausgeglichenheit ein. Damit verbunden ist z. B. das Verschwinden von Verdauungs- und Menstruationsbeschwerden, Durchblutungs- und Schlafstörungen.

 

Z

 

Zilgrei

Dieses Therapieverfahren wurde Mitte des 20. Jahrhunderts von dem Chiropraktiker Greising und einer Patientin Frau Zillo entwickelt. Es enthält Elemente der Chiropraktik, des Yoga und der Atem- und Bewegungstherapie.