Gratis Satire und Glossen von HPZ


Gratis Satire und Glossen

aus HPZs Feder, für alle Unzimperlichen und vom Leben Geprägten…

 

Gratis Satire und Glossen von Hans-Peter Zimmermann


Gratis Satire

Mein Freund Walter

Hans-Peter Zimmermanns Freund und (W)alter Ego. Ein sehr gewöhnungsbedürftiger Mensch, dieser Walter, und nichts für empfindliche Seelen!

Gratis Satire

Meinem Freund Walter sein Sohn Kevin

Zwei Glossen für Menschen, denen Walter noch zu harmlos war…

Gratis Satire

Gespräche mit dem Beelzebub

oder

Was tun, wenn Gott schon alles gesagt hat?

Eine zugleich witzige wie tiefgründige Parodie auf die “Gespräche mit Gott” von Neale Donald Walsch

Auszug aus der ersten Walter-Geschichte:

Heute morgen ist mir aufgefallen, dass ich Ihnen noch gar nie von Walter erzählt habe. Das ist schier unverzeihlich, denn mein Freund Walter spielt eine wichtige Rolle in meinem Leben.

Nicht dass ich mit allem einverstanden wäre, was er sagt. Nein, beileibe nicht! Manchmal hat Walter Ansichten, da kommt einem die Galle hoch.

Kürzlich drehte er mal völlig durch. Es hatte alles so schön begonnen: Wir trafen uns im nahegelegenen Städtchen in einer Eisdiele.
“Wahnsinn!” hatte Walter mir vorgeschwärmt. “Fünfundfünzig Sorten Eis haben die, und total italienisch, weißte! Und alles frisch! Wusstest Du eigentlich, dass es Eis gibt, das schmeckt wie Mutters Weihnachtskekse?”

“Ich lad’ dich ein”, sagte ich mit einer Geste, die meine Großzügigkeit angemessen unterstrich. “Welche Sorten kannst du denn empfehlen?”
“Vanille, Erdbeer und Schokolade sind die Besten”, meinte Walter ohne mit der Wimper zu zucken. “Ich nehm’ Erdbeer.”
“Wozu brauchst du denn fünfundfünfzig Sorten Eis, wenn du doch nur an Erdbeer interessiert bist?” wollte ich wissen.
“Was kann ich denn dafür”, gab Walter zur Antwort, “wenn Erdbeer immer noch das Beste ist?”
Ich merkte schon, das war nicht einer der Tage, wo man mit Walter vernünftig diskutieren konnte. Aber es sollte noch schlimmer kommen…

Als wir am Zeitungsstand bei der alten Post vorbeischlenderten und uns die Schlagzeilen von Prinzessin Dianas Tod beinahe den Weg versperrten, entschlüpfte Walter der Ausdruck: “Blöde Zicke!”
“Du meinst, die Kioskfrau ist eine blöde Zicke, weil sie den Gehsteig versperrt?” fragte ich sicherheitshalber nach.
“Nein, ich meine Diana.”
“Diana?” Mir blieb ein Stück Kiwi-Marzipan-Eis im Hals stecken. “Diana, eine Zicke? Das meinst du doch wohl nicht im Ernst?”
“Und ob ich das im Ernst meine”, gab Walter zurück. “Eine Frau, die mit Prinz Charles ins Bett geht, nur um berühmt zu werden, hat sie doch nicht alle!”
“Aber sie hat ihn doch am Anfang sicher geliebt!” warf ich rettend ein.
“Dann ist sie eine noch blödere Zicke!” Mit Walter war nicht zu diskutieren.
Ich versuchte es ein letztes Mal: “Aber sie ist doch so beliebt, und sie hat doch so viel für die Menschheit getan. Man hat sie doch immer am Fernsehen gesehen, wie sie den schwarzen Kindern die Hand schüttelte, in Afrika und so. Und überhaupt, sie ist doch jetzt tot, die Arme!”
Walter war nicht weichzukriegen: “Auch tote blöde Zicken sind blöde Zicken!”

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